Dank eines Zufalls haben australische Forscher eine einmalige Entdeckung gemacht: Im ostaustralischen Wollemi-Nationalpark fanden sie einen Felsüberhang, der mit zahlreichen Zeichnungen geschmückt ist. Die Bilder, von denen einige vermutlich 4000 Jahre alt sind, seien einer der bedeutendsten Funde von Aborigines-Kunst in den vergangenen 50 Jahren, sagte der Ministerpräsident des Bundesstaates New South Wales, Bob Carr, am Dienstag im Rundfunk.
Die zwölf Meter lange gewölbte Felswand hatte bereits 1995 ein Wanderer in einem abgelegenen Gebiet des Nationalparks entdeckt - der genaue Ort wird aus Angst vor Vandalen geheim gehalten. Erst in diesem Mai konnte ein Forscherteam die Kultstätte erkunden. Dabei fanden die Wissenschaftler über 200 Darstellungen in elf Lagen. Die stilistisch sehr verschiedenen Bilder entstanden Schätzungen zufolge zwischen 2000 vor Christus und dem frühen 19. Jahrhundert.
Die teils symbolischen, teils realistischen Zeichnungen zeigen Tiere, Menschen und Mischwesen mit menschlichen wie tierischen Merkmalen. Nach Angaben der Forscher sind unter anderem Adler, Echsen, Kängurus und andere Beuteltiere zu erkennen. Als besonders selten hoben die Experten die Darstellung eines Wombats hervor. Trotz ihres stattlichen Alters zählen die Felszeichnungen nicht zu den ältesten der Welt: Die Kunst der französischen Höhlen von Lascaux und Chauvet entstand 10.000 bis 25.000 Jahre früher.
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wissenschaft | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Mensch | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2003
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH