Die Mediziner um Patrick O'Connor von der Universität Georgia in Athens ließen 16 junge Männer an zwei verschiedenen Tagen für jeweils 30 Minuten exzessiv Fahrradfahren. Das Training war an beiden Tagen gleich heftig und bewusst so angelegt, dass die Oberschenkelmuskeln der Versuchsteilnehmer dabei schmerzen sollten. Eine Stunde vor dem Radfahren verabreichten die Mediziner den Probanden entweder eine Tablette mit Koffein oder ein wirkungsloses Scheinmedikament.
Die Männer, schreiben die Forscher in der Fachzeitschrift "Journal of Pain", empfanden deutlich weniger Schmerzen in ihren Oberschenkeln, wenn sie vorher die Koffeintablette genommen hatten. Diese Beobachtung könnte zum Teil erklären, weshalb Koffein die Trainingsdauer verlängern kann: Möglicherweise ist diese positive Wirkung auf die Schmerz reduzierende Wirkung der Substanz zurückzuführen.
Allerdings ist der Effekt bei Personen, die immer viel Koffein zu sich nehmen, nicht mehr so ausgeprägt, da diese bereits an die Substanz gewöhnt sind. Noch wissen die Forscher nicht, ob das Koffein unmittelbar am Muskel oder im Gehirn wirkt. In weiteren Studien wollen sie nun herausfinden, wie genau der Wachmacher den Schmerz beim Training beeinflusst.
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wissenschaft | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Mensch | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2003
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH