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10.10.2003
 

Nobelpreisvergabe

Forscher protestiert auf ganzseitigen Zeitungsanzeigen

New York - Ein US-Forscher hat gegen die Vergabe des Medizin-Nobelpreises an zwei Kollegen protestiert. Er, Raymond Damadian, habe, so ist auf den Annoncen zu lesen, mit seiner Forschung die Grundlagen für die Magnetresonanztomographie (MRT) geschaffen. Dafür ausgezeichnet worden seien allerdings der Amerikaner Paul C. Lauterbur und der Brite Peter Mansfield. Für Damadian nicht zu fassen: Hätten doch beide lediglich technische Verbesserungen für das Verfahren entwickelt.

Ohne seine Arbeit gäbe es die MRT nicht, betonte Damadian. Er erklärte, er fühle sich vom Nobel-Komitee übergangen. Gemeinsam mit Lauterbur gewann er 1988 für die Entwicklung von MRT die National Medal of Technology. Es bestehe wenig Aussicht, dass das Nobel-Komitee seine Entscheidung ändere, räumte Damadian ein.

Mit der Kampagne wolle er jedoch darauf hinweisen, dass die Mitglieder des Nobel-Komitees nicht "die letzten Schiedsrichter über die die Geschichte der Wissenschaft" sein sollten. Ein Sprecher der Jury sagte, das Komitee stehe zu seiner Entscheidung.

Die Magnetresonanztomographie zählt mittlerweile zu den wichtigsten Methoden für Diagnostik, Behandlung und Nachkontrolle und ersetzt häufig risikoreiche Untersuchungsmethoden. Lauterbur und Mansfield teilen sich die mit dem Preis verbundene finanzielle Auszeichnung in Höhe von zehn Millionen Kronen (1,1 Million Euro).

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