Mittwoch, 10. Februar 2010

Wissenschaft



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17.10.2003
 

Frauen am Steuer

Besser einparken mit männlichen Hormonen

Sind am Ende die Hormone schuld, dass Frauen beim Einparken öfter ihr Gefährt verbeulen als Männer? Bochumer Forscher haben herausgefunden, dass Frauen während ihrer Tage besser fahren - weil sie dann einen höheren Anteil Testosteron im Blut haben.

Wer ist der bessere Fahrer? Männerhormone lassen besser einparken, machen aber nicht unbedingt vorsichtiger
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Wer ist der bessere Fahrer? Männerhormone lassen besser einparken, machen aber nicht unbedingt vorsichtiger

Unterschiede zwischen Frau und Mann in der räumlichen Wahrnehmung sind wissenschaftlich erwiesen. Verantwortlich dafür könnten auch Sexualhormone sein, wie die Biopsychologen Onur Güntürkün und Markus Hausmann von der Ruhr-Universität Bochum herausgefunden haben.

"Tests zum räumlichen Wahrnehmungsvermögen mit Frauen in verschiedenen Phasen ihres Menstruationszyklus ergaben tatsächlich unterschiedliche Ergebnisse", bestätigt Hausmann. Dabei hätten die Frauen während ihrer Tage, wenn die Konzentration des männlichen Geschlechtshormons Testosteron durch den absinkenden Östrogenspiegel steigt, die besten Leistungen gezeigt. "Allerdings nur in einem Test, bei dem dreidimensionale Würfelfiguren mental gedreht werden mussten", betont der Wissenschaftler. In zweidimensionalen Tests habe sich dieses Ergebnis nicht gefunden.

"Frauen sollten sich deshalb keine Sorgen machen", beruhigt Hausmann. Im Alltag äußere sich dieser Effekt normalerweise nicht, sondern nur in Situationen, in denen das dreidimensionale Vorstellungsvermögen besonders gefordert wird. Das trifft zwar für knifflige Einparkmanöver durchaus zu, doch halten die Forscher die alte Frage, wer nun der bessere Fahrer sei, keineswegs für geklärt. So könnten Frauen durch Taining ihre "hormonbedingten Defizite" ausgleichen, was beispielsweise für die Pilotinnenausbildung wichtig sei.

Zwar liegen Frauen in Statistiken weit vor den Männern, was Blechschäden durch falsches Abbiegen, unsicheres Verhalten an unübersichtlichen Stellen und ungeschicktes Einparken betrifft. Bei den schweren Unfällen mit Toten und Verletzten aber belegen die fahrerisch vielleicht begabteren, dafür aber auch risikobereiteren Männer unangefochten den unrühmlichen Spitzenplatz. Bleibt den Frauen der Rückgriff auf eine alte Weisheit aus dem Testosteron-dominierten Rennsport: "To finish first, you first have to finish".

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