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US-Armee Pentagon lässt neuen Phantomflieger bauen

Das US-Verteidigungsministerium lässt für eine Milliarde Dollar einen unbemannten Kampfjet entwickeln. Bis 2007 sind drei flugfähige Prototypen der "Stealth"-Drohne geplant, die feindliche Stellungen ausspionieren und bombardieren soll.

X-47B (Fotomontage): Geisterflieger für das vernetzte Schlachtfeld
[M] U.S. Navy/ DARPA

X-47B (Fotomontage): Geisterflieger für das vernetzte Schlachtfeld

Das US-Verteidigungsministerium intensiviert die Entwicklung unbemannter Kampfjets. Wie die Defense Advanced Research Projects Agency (Darpa), die Entwicklungsabteilung des Pentagon, auf ihrer Webseite mitteilte, soll der Rüstungskonzern Northrop Grumman bis 2007 mindestens drei flugfähige Prototypen einer Drohne mit der Bezeichnung X-47B fertig stellen.

Der Vertrag ist Teil der "Joint Unmanned Combat Air Systems"-Initiative des Pentagon. Das Ministerium lässt derzeit in mehreren Einzelprojekten unbemannte Kampfflugzeuge entwickeln, die mit "Stealth"-Technologie vor Radar geschützt sind, mit integrierten Sensoren feindliche Stellungen auskundschaften, Luftabwehr-Stellungen angreifen und Präzisionsbombardements durchführen sollen.

Die X-47B soll einen Aktionsradius von etwa 2700 Kilometern besitzen und über 2000 Kilogramm an Bewaffnung tragen können. Um global einsatzfähig zu sein, soll das Flugzeug sowohl von normalen Luftwaffenstützpunkten als auch von Flugzeugträgern starten können und auch außerhalb direkter Sichtverbindung, also jenseits des Horizonts, steuerbar sein. Die ersten Testflüge sollen nach Angaben der Darpa 2007 an der US-Westküste stattfinden.

Unbemanntes Flugzeug X-45 beim Bombenabwurf: Lkw in die Luft gesprengt
AP/ NASA

Unbemanntes Flugzeug X-45 beim Bombenabwurf: Lkw in die Luft gesprengt

Der neue Kampfjet soll Teil des "vernetzten Schlachtfelds" der Zukunft werden, das die US-Streitkräfte durch eine erdrückende technologische Überlegenheit beherrschen wollen. "Die X-47B verspricht ein hoch leistungsfähiges Luftkampfsystem zu werden", sagte Scott Winship, bei Northrop Grumman zuständig für die Entwicklung unbemannter Kampfflugzeuge, der britischen BBC. "Es wird schwer zu entdecken sein und deshalb eine hohe Überlebensdauer haben, eine breites Arsenal an Sensoren und viel Raum für Waffen haben."

Die Darpa hatte erst Anfang dieses Monats einen Erfolg bei der Entwicklung bewaffneter Drohnen gemeldet. Zwei von Boeing gebaute X-45A-Jets erreichten am 4. August eine Geschwindigkeit von über 600 Kilometern pro Stunde in einer Höhe von fünf Kilometern. Nach Angaben der Darpa wurden bei dem Test zum ersten Mal in der Geschichte der Luftfahrt zwei unbemannte Maschinen zugleich von nur einem Piloten gesteuert. In einem früheren Versuch hatte eine ferngesteuerte X-45 bereits erfolgreich einen Lkw bombardiert.

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