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19.05.2005
 

Genforschung

Briten klonen menschlichen Embryo

Zum ersten Mal haben Forscher in Großbritannien einen menschlichen Embryo geklont. Ein Klon überlebte fünf Tage, die anderen schafften nur drei.

London - Erstmals haben nun auch in Großbritannien Forscher menschliches Leben geklont. Nach einem Bericht des britischen Fernsehsenders BBC haben Wissenschaftler der University of Newcastle die entkernten Eizellen von elf Frauen mit dem Erbmaterial anderer Zellen gefüllt. Drei dieser Klone überlebten im Labor drei Tage, ein weiterer schaffte fünf Tage.

Die Forscher hatten im vergangenen Jahr die Erlaubnis der zuständigen Behörde für ihr Experiment erhalten. Sie wollen aus den geklonten Embryos Stammzellen gewinnen und mit deren Hilfe Behandlungsmöglichkeiten für Krankheiten wie Diabetes, Parkinson und Alzheimer entwickeln.

In Deutschland ist das Verfahren verboten. Kritiker halten das sogenannte "therapeutische Klonen" für unethisch. Das Klonen von Embryonen zur Fortpflanzung steht auch in Großbritannien unter Strafe.

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