Die Episode ereignete sich über dem malerischen Lake District in England: Ein Eurofighter traf auf zwei US-Jäger des Typs F-15E. Wie die Tageszeitung "Scotland on Sunday" berichtet, entwickelte sich die Zufallsbegegnung zu einem Schein-Luftkampf. Die US-Jets hätten sich hinter dem Eurofighter positioniert, ihn einige Kilometer weit verfolgt und ihn mit ihren Radarzielgeräten anvisiert - um zu zeigen, dass sie den Eurofighter in einem echten Luftkampf abgeschossen hätten.
Die Briten aber spielten dem Bericht zufolge mit - und brachten den Amerikanern eine peinliche Schlappe bei. Der Eurofighter, bei dem es sich noch dazu um eine zweisitzige Trainingsmaschine gehandelt habe, habe die US-Jets abgeschüttelt und ausmanövriert. Am Ende habe sich der Eurofighter sogar hinter den F-15 in Schussposition bringen können, was im Ernstfall wohl den Abschuss der US-Jets bedeutet hätte.
Die britischen Piloten seien ebenso überrascht gewesen wie ihre amerikanischen Kollegen, so die Zeitung. Denn die wendige F-15, eine auf Sicherung der Luftüberlegenheit ausgelegte Maschine, gilt vielen Experten als eines der besten Kampfflugzeuge überhaupt.
Kampfjet F-15C: Zweifel an der Effektivität gegen moderne Maschinen
Zweifel an der Effektivität der F-15 gegen moderne Kampfjets sind nicht neu. Nach Angaben der Federation of American Scientists haben der britische BAe-Konzern und die British Defense Research Agency in simulierten Luftkämpfen die F-15, die französische Rafale, den Eurofighter und die neue F-22 gegen die russische Su-35 antreten lassen. Das Resultat: Die Rafale war der Su-35 ebenbürtig. Der Eurofighter erreichte ein Abschussverhältnis von 4,5 zu 1 - für jeden abgeschossenen Eurofighter gingen im Schnitt viereinhalb Su-35 zu Boden. Die F-22 erreichte gar eine Überlegenheit von 10 zu 1 - im deutlichen Unterschied zur F-15, die der russischen Su-35 mit 1 zu 1,3 unterlegen war.
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