Sydney - Rate mal, was es zum Essen gibt: Dies könnte sich ein Australier gedacht haben, als er sein Schweinekotelett im Dunkeln leuchten sah. Aufgeregt rief der Mann einen Radiosender in Sydney an und berichtete von seiner erschreckenden Begegnung in der Nacht.
Die Lebensmittelbehörde des Bundesstaates New South Wales sah sich daraufhin genötigt, eine offizielle Entwarnung zu geben: Alles ganz natürlich, betonten die Beamten. Das Phänomen sei auf leuchtende Bakterien zurückzuführen, sogenannte Pseudomonas fluorescens, die gern in Fleisch und Fisch hausten.
"Natürlich wären die meisten von uns schockiert, wenn wir unser Essen leuchten sehen", meinte Behördenchef George Davey. "Aber die Mikroorganismen, die das Licht ausstrahlen, führen nicht zu einer Lebensmittelvergiftung."
Das Leuchten aus dem Kühlschrank ist in Australien offenbar verbreitet. Die Lebensmittelbehörde wird nach eigenen Angaben etwa zwei Mal pro Monat von nervösen Verbrauchern angerufen, in deren Kühlschränken das Fleisch für Licht sorgt. "Es gab einige Spekulationen, dass die leuchtenden Lebensmittel verstrahlt sein könnten", sagte Davey. "Aber ich kann den Verbrauchern versichern, dass dies nicht der Fall ist."
Die Leuchtbakterien seien zwar harmlos, vermehrten sich aber rasant, wenn das Fleisch zu faulen beginne, betonte Davey. Leuchtendes Fleisch solle daher doch besser weggeworfen werden.
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