Berlin - Wie das Klinikum am Dienstag mitteilte, seien einem 45-jährigen Mann aus Baden-Württemberg vier Elektroden ins Gehirn implantiert worden, die von zwei "Hirnschrittmachern" Stromstöße erhalten.
Der Mann habe an einer plötzlich aufgetauchten Bewegungsstörung aufgrund von Muskelkrämpfen gelitten, die ihn in eine gebeugte Haltung zwangen, hieß es. Der Eingriff unter Leitung des Neurochirurgen Klaus Maier-Hauff sei erfolgreich gewesen, der Patient gehe wieder aufrecht.
Mit der Stromreizung aus den Schrittmachern wird jene Gehirnregion stillgelegt, die zuvor in kernspintomographischen Aufnahmen als auslösend für die Krämpfe erkannt worden war. Während des 14-stündigen Eingriffs musste der Patient für kurze Zeit aus der Narkose aufgeweckt werden, um Fragen zu beantworten und sicher zu gehen, dass keine Nebenschäden des Gehirneingriffs wie Halbseitenlähmung, Sprach- oder Sehstörungen entstanden sind.
Die "Tiefenhirnstimulation" wird auch als "stereotaktische Operation" bezeichnet. Sie wird derzeit schon im Einzelfall bei den Parkinson-Patienten angewendet, bei denen die herkömmlichen Medikamente versagen.
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