Hamburg - Bei ihren jährlichen Messungen des Stoffes, der in Verdacht steht, Krebs auszulösen, stellte die Verbraucherorganisation Foodwatch gravierende Unterschiede fest. Nach Informationen des SPIEGEL waren die Acrylamidwerte bei einigen Produkten 60 Mal höher als bei den am wenigsten belasteten Angeboten.
Besonders eklatant sind die Unterschiede bei Lebkuchen; zudem wiesen vier von elf untersuchten Artikeln höhere Belastungen auf als im vergangenen Jahr. Überraschend: Während einige Markenprodukte besonders hohe Werte aufwiesen, verkaufte der Discounter Lidl annähernd acrylamidfreie Lebkuchen.
Bei den von Foodwatch getesteten Spekulatius sanken die Werte aller Anbieter im Vergleich zum Vorjahr. Der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie sieht das als Erfolg der eigenen Minimierungsstrategie. Man habe das Acrylamidproblem "sehr ernst" genommen und erhebliche Finanzmittel investiert, sagt eine Sprecherin. Da aber Lebkuchen und Spekulatius nun einmal gebacken werden müssten, "kann man den Acrylamidwert nicht auf null fahren".
hoc
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