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04.12.2006
 

Ekel-Fotos

Belgien schockiert Raucher

Wer sich in Belgien Zigaretten kauft, muss demnächst entweder starke Nerven haben oder die Augen schließen: Schockierende Fotos zeigen, welche Folgen Rauchen haben kann - von Zahnausfall bis zum Krebsgeschwür. Ab Juni 2007 sollen die Bilder auf Zigarettenpackungen prangen.

Schriftliche Warnungen wie "Rauchen verursacht Krebs" reichen unserem Nachbarland nicht mehr: Drastische Fotos auf den Zigarettenpackungen sollen sollen Nikotinkonsumenten künftig zusätzlich abschrecken. Die Maßnahme der Europäischen Kommission ist bereits in Kraft getreten, bestätigte Philip Tod, Sprecher der Abteilung Gesundheit und Verbraucherschutz, gegenüber SPIEGEL ONLINE. Von dieser Woche an dürfen Tabakkonzerne demnach nur noch Päckchen mit Bildern ausliefern - einige Schock-Fotos begegnen Kunden schon in den Kaufregalen.

Die Einzelhändler müssen die restlichen, unbebilderten Bestände an Zigarettenpackungen binnen sechs Monaten austauschen. Die Motive sind zum Teil recht harmlos, etwa das eines Mannes, der sich verzweifelt an Gefängnisgitterstäbe in Form von Zigaretten klammert. Oder das einer Frau, die eine Maske aus Gesichtscreme trägt. Schockierend wirken dagegen etwa das Foto eines großen Kehlkopf-Krebsgeschwürs, ebenso wie eine Operation am offenen Herzen oder verfaulte Zähne, die sich um eine vernarbte und verfärbte Zunge gruppieren.

Bisher ist Belgien das einzige Land in der EU, das Zigarettenpäckchen mit Schock-Fotos in Umlauf bringen will. Den restlichen Mitgliedsstaaten bleibt freigestellt, ob sie sich künftig auch aus der Galerie von 42 Motiven bedienen möchten. Die EU-Kommission hatte die Bilder vor knapp zwei Jahren zusammengestellt und sich dabei auf Kanada berufen, wo die drastischen Warnhinweise bereits seit mehreren Jahren eingesetzt werden.

Initiator der Aktion ist der ehemalige EU-Gesundheitskommissar David Byrne. Er hatte die Fotogalerie im Oktober 2004 an alle 25 EU-Regierungen geschickt. Erhebungen der EU-Kommission zufolge sterben jährlich mehr als 500.000 Raucher an direkten und indirekten Folgen ihrer Sucht. Visuelle Eindrücke überbrächten derartige Botschaften jedoch um ein Vielfaches besser als schriftliche oder statistische Warnungen, hieß es damals.

Die jährlichen Kosten durch tabakbedingte Krankheiten hatte die EU vor rund einem Jahr auf 100 Milliarden Euro beziffert, die Einnahmen aus der Tabaksteuer im Jahr 2003 mit rund 14 Milliarden Euro. Die Bundesregierung hat sich mit Blick auf Prävention lediglich auf ein Rauchverbot in öffentlichen Räumen und Restaurants verständigt.

tos

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Nein. Diese Idee ist das Produkt perverser Gedanken. mehr...

18.01.2010 von Reformhaus: Anteil der Raucher an der Gesamtbevölkerung sogar wieder gestiegen

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17.01.2010 von Umberto:

Diese Bilder sind keine Schocktherapie. Anno 2008 ist der Anteil der Raucher an der Gesamtbevölkerung sogar wieder gestiegen - trotz der Bilder. Nach meinem Eindruck nimmt die kaum jemand überhaupt noch wahr. mehr...

17.01.2010 von knut beck:

Helmut und Loki schon wieder im Fernsehn - irgendwann sind die Grenzen des guten Geschmacks erreicht. mehr...

17.01.2010 von Luc:

Interessante Bilder. So sehen also die Zähne von Helmut und Loki Schmidt wirklich aus. Das wirkt im Fernsehen immer ganz anders. Eigentlich eher ein Problem der Zahnpflege und Medizin will mir scheinen. Die Fotos gehören [...] mehr...

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