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23.12.2006
 

Zellforschung

Olivenöl reduziert Krebsrisiko

Vor Olivenöl triefendes Essen kann helfen, Zellschäden zu vermeiden, die zu Krebs führen, haben dänische Forscher herausgefunden. Das könnte auch der Grund sein, warum Südeuropäer trotz fettiger Kost überraschend gesund sind.

Fettige Nahrung ist gesünder als bisher gedacht – zumindest, wenn es sich um Olivenöl handelt, fanden dänische Forscher der Universität Kopenhagen heraus. Sie bewiesen in einer Studie an 182 Männern, dass Olivenöl Zellschäden vorbeugt, die zu einer Krebserkrankung führen können, berichtet der Nachrichtensender BBC.

Olivenöl-Pressung: Gesundes Geheimnis
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AFP

Olivenöl-Pressung: Gesundes Geheimnis

Schon eine zweiwöchige Olivenöl-Diät mit täglich 25 Millilitern Olivenöl wirkt demnach zellerhaltend. Das könnte ein Grund sein, warum Nordeuropäer häufiger an Krebs erkranken als Bewohner der südlichen Teile Europas, für die Olivenöl täglich auf dem Speiseplan steht, so die Forscher.

Die Wissenschaftler beobachteten 182 gesunde Männer zwischen 20 und 60 Jahren in fünf europäischen Ländern. Alle Probanden nahmen natives, raffiniertes oder gemischtes Öl zu sich. Nach zwei Wochen maßen die Forscher den Gehalt von "8oxodG" im Urin der Männer, einer Substanz, die als Indikator für Zellschäden gilt. Im Durchschnitt hatten alle Männer 13 Prozent weniger "8oxodG" im Urin als zu Beginn der Öl-Diät.

Dass die ungesättigten Fettsäuren des Olivenöls, etwa die Ölsaure, wirksam gegen Krebs sind, hatten Forscher schon lange vermutet. Doch Tierversuche konnten das bisher nie bestätigen.

Welche Rolle der Phenolgehalt des Öls bei der antioxidantischen Wirkung spielt, konnten die dänischen Wissenschaftler bisher nicht ergründen. Die Versuchspersonen nahmen Öle mit unterschiedlichem Phenolgehalt zu sich, zeigten aber ähnliche Ergebnisse. Die Dänen vermuten die heilende Kraft des Olivenöls in der hohen Konzentration von einfach ungesättigten Fettsäuren.

cpa

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