Block zwei sei für eine Überprüfung heruntergefahren worden, so die Betreiber. "Dies passiert von Zeit zu Zeit", sagte ein Sprecher des Atomkraftwerks der Zeitung "Svenska Dagbladet". Das Leck liege "innerhalb der Sicherheitsvorkehrungen". Ringhals ist das größte Atomkraftwerk in der Region.
Wie die Zeitung "Göteborgs-Posten" berichtete, hat die schwedische Atomaufsichtsbehörde (SKI) Vattenfall offiziell wegen Vernachlässigung der Sicherheit in Ringhals kritisiert. So habe man den ältesten der vier Reaktoren im Januar 14 Tage weiterlaufen lassen, obwohl Probleme am Kühlsystem für Reaktor 1 bekannt gewesen seien.
Im schwedischen Atomkraftwerk Forsmark hatte es im Juli einen schweren Störfall gegeben, als nach einem Elektrizitätsausfall auch die Notstromversorgung nur schleppend angelaufen war. Nach Angaben von Experten wurde eine Katastrophe - ein Schmelzen des Reaktorkerns - nur knapp vermieden.
Einige der Reaktoren hatten für mehrere Monate vom Netz genommen werden müssen. Vor kurzem war ein interner Bericht bekannt geworden, in dem unter anderem über Gaslecks und gefährliche Arbeitsbedingungen in dem Atomkraftwerk an der Ostküste Schwedens berichtet wird. Außerdem seien mehrfach Angestellte nach Hause geschickt worden, nachdem sie bei Alkoholtests durchgefallen seien.
Schweden deckt mit derzeit noch zehn Atomkraftwerken nahezu die Hälfte seines Strombedarfs, will aber innerhalb der nächsten 30 Jahre vollständig auf die Kernenergie verzichten.
cis/AFP/dpa
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