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Rauchen und Trinken Das unterschätzte Killerpaar

2. Teil: Rauchen und Trinken: Das Zusammenspiel zwischen Tabak und Alkohol lässt die Krebsgefahr dramatisch steigen

Das zeigt unter anderem eine Studie aus Südamerika, wie Jakob Linseisen vom DKFZ betont: "Bei Personen mit einem Alkoholkonsum von 25 bis 50 Gramm pro Tag war das Risiko für Speiseröhrenkrebs um das zwei- bis dreifache erhöht", so der Ernährungswissenschaftler. Ganz ähnlich habe es in der Gruppe der Genussraucher ausgesehen: Eine bis sieben Zigaretten pro Tag verdoppelten das Risiko. Bei Leuten aber, die gleichzeitig tranken und rauchten, sei die Krebsgefahr um den Faktor 12 gestiegen.

Nach einer im vergangenen Jahr für die Europäische Kommission erstellten Studie des Londoner Instituts für Alkoholstudien (IAS) nehmen 266 Millionen Erwachsene in der EU täglich bis zu 20 Gramm (Frauen) beziehungsweise 40 Gramm Alkohol (Männer) zu sich, 58 Millionen liegen darüber. In Deutschland ist nach einer Erhebung des Münchener Instituts für Therapieforschung davon auszugehen, dass knapp 18 Prozent der erwachsenen Bevölkerung ein riskantes Trinkverhalten haben. Im Jahr 2003 konsumierten demnach 8,4 Millionen Frauen und Männer mehr als 20 beziehungsweise 30 Gramm Alkohol täglich. Der durchschnittliche Jahreskonsum liegt laut Mediziner Seitz bei etwas mehr als 10 Litern Ethanol: "Das entspricht einem Viertelliter Wein pro Tag und Kopf."

EU-Statistik: 50.000 Krebstote pro Jahr durch Alkohol

Die Neigung, sich regelmäßig einen zu genehmigen, schlägt sich deutlich in der Gesundheitsstatistik nieder. Die Zahl von Krebstoten durch Alkoholkonsum in der Europäischen Union beziffern die Experten des Londoner IAS auf jährlich 50.000, darunter sind 11.000 weibliche Brustkrebstote. Noch einmal 45.000 EU-Bürger sterben demnach Jahr für Jahr an einer Leberzirrhose, bevor sich unter Umständen eine Krebserkrankung dieses Organs herausgebildet hat.

In Frankreich müssen alkoholische Getränke auf ihrer Verpackung Warnhinweise für Schwangere tragen. Großbritannien bereitet eine Initiative unter dem Titel "Kenne Deine Grenzen" ("Know your limits") vor. Spätestens Ende 2008 soll auf allen Flaschen, Büchsen und Kartons mit Bier, Wein & Co. nachzulesen sein, welche Menge man davon am Tag höchstens zu sich nehmen sollte - "auf Anraten von führenden Medizinern Großbritanniens".

Ähnliches können sich Wissenschaftler auch für Deutschland vorstellen. Ein Hinweis wie "Alkohol verursacht Krebs" komme angesichts der WHO-Neubewertung "sicherlich in Frage", schreibt Dirk Lachenmeier in der Juli-Ausgabe der Deutschen Lebensmittel-Rundschau. Der Lebensmittelchemiker leitet das Alkohol-Analyselabor im Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe und zählt ebenfalls zum Kreis der WHO-Gutachter. Lachenmeier beunruhigt vor allem das "multiplikative Risiko" von parallelem Alkohol- und Tabakkonsum: "Ein entsprechender Warnhinweis auf beiden Produktgruppen wäre denkbar".

Die Europäische Kommission hat im Herbst eine Strategie zur Verringerung alkoholbedingter Gesundheitsschäden verabschiedet. "Unter diesen Vorschlägen sind auch Warnhinweise auf den Etiketten", sagte Philip Tod, Sprecher von Gesundheitskommissar Markos Kyprianou, zu SPIEGEL ONLINE. Es sei aber "noch zu früh, um konkret auf die neue WHO-Bewertung zu reagieren". Ängste vor harten Vorschriften aus Brüssel möchte der Brite zerstreuen: "Wir machen keine Vorgaben, sondern nur Vorschläge."

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insgesamt 94 Beiträge
schnitzelmann 29.06.2007
Diese Warnhinweise sind nach meiner Beobachtung leider recht theoretischer Natur. Man gewöhnt sich an diese Aufschriften, mit Verstand liest sie doch nach kurzer Zeit niemand mehr. Es weiß doch auch jeder, dass Rauchen und Alkohol [...]
Diese Warnhinweise sind nach meiner Beobachtung leider recht theoretischer Natur. Man gewöhnt sich an diese Aufschriften, mit Verstand liest sie doch nach kurzer Zeit niemand mehr. Es weiß doch auch jeder, dass Rauchen und Alkohol schädlich sind. Viel wichtiger ist meines Erachtens die richtige Vermittlung in den Schulen. Ein erhobener Zeigefinger ist da nicht die erste Wahl, sondern die Darstellung von Fakten. Ob etwas gut oder schlecht ist, das muss jeder Mensch anhand von Tatsachen selbst erkennen, nicht gepredigt bekommen.
Wer entscheidet eigentlich was mit einer Warnung versehen werden muss? Was wir davon befreit? Ein Lokal welches deftige dt. Küche anbietet, ohne Warnhinweise macht sich Strafbar? Ein Autohersteller, der Autos anbietet, mit [...]
Zitat von sysop...Warnungen versehen werden? Eine erfolgversprechende Idee? Der Artikel zum Thema:.......
Wer entscheidet eigentlich was mit einer Warnung versehen werden muss? Was wir davon befreit? Ein Lokal welches deftige dt. Küche anbietet, ohne Warnhinweise macht sich Strafbar? Ein Autohersteller, der Autos anbietet, mit denen man Innerorts schneller als die vorgeschriebenen 50 fahen kann macht sich strafbar? Ein Metzger der ein fettes Eisbein anbietet, ohne den Hinweis, dass für einen übergewichtigen Menschen mi einer Herzschwäche, dieses Eisbein zum Tode führen kann ist ist ein Verbrecher? Ich glaube es wird langsam Zeit, dass Menschen wieder selber entscheiden was sie wollen. Für erwachsene Menschen muss es die Freiheit geben, zu essen und zu trinken und sogar zu rauchen, was sie wollen, sogar wenn es schädlich ist. Vielleicht sollte man auch das Verbot aufheben, selbst zu denken. MfG. Rainer
Frank Werner 29.06.2007
Rauchen und Saufen gefährdet die Gesundheit. Wer also enthaltsam lebt, der kann 100 Jahre alt werden. Nur wozu? :-)) Frank Werner
Rauchen und Saufen gefährdet die Gesundheit. Wer also enthaltsam lebt, der kann 100 Jahre alt werden. Nur wozu? :-)) Frank Werner
Pinarello 29.06.2007
Wäre eigentlich völliger Unsinn, denn daß Rauchen und Saufen die Gesundheit mehr oder weniger schnell ruiniert ist wohl allseits bekannt, es fehlt dieser Spezies leider an Gehirnvolumen, um die Erkenntnisse in Handlungen [...]
Zitat von sysopAlkohol in Verbindung mit Nikotin erhöht das Krebsrisiko erheblich, wie eine WHO-Studie aussagt. Sollten alkoholische Getränke wie Zigarrettenpackungen mit Warnungen versehen werden? Eine erfolgversprechende Idee? Der Artikel zum Thema: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,491175,00.html
Wäre eigentlich völliger Unsinn, denn daß Rauchen und Saufen die Gesundheit mehr oder weniger schnell ruiniert ist wohl allseits bekannt, es fehlt dieser Spezies leider an Gehirnvolumen, um die Erkenntnisse in Handlungen umzusetzen. Es heißt ja nicht umsonst: "Das Denken ist allen gegeben, aber vielen bleibt es erspart!" Diese Leute wollen ihre Gesundheit ruinieren und sind auch noch stolz auf ihre Dummheit, was sollen da Warnhinweise ausrichten, das Einzige was zu tun wäre ist diese Dumpfbacken die finanziellen Folgen ihrer Dummheit aus eigener Tasche zahlen zu lassen. Dann könnten die Intelligenten wenigstens deutlich bei der Krankenversicherung entlastet werden. Ansonsten werden wir bei diesem Thema das gleiche erleben, wie bei allen Themen die sich um die Droge Nikotin drehen, die Verharmloser und Auf-andere-mit-dem-Finger-Zeiger werden schlicht und einfach alles in Grund und Boden schreiben mit ihrem hirnverbrannten Blödsinn, über angeblich viel viel gefährlicheres, wie z. B. sportliche Betätigung, oder Pinkeln im Freibad!
Reziprozität 29.06.2007
Die passende Studie zur passenden Zeit. Die Rauchverbote in oeffentlichen Raeumen und der Gastronomie sind in der Vernehmlassung und treten peu a peu bis 1.1. 2008 in Kraft. Hoechste Zeit also die naechste Sau durchs Dorf zu [...]
Zitat von sysopAlkohol in Verbindung mit Nikotin erhöht das Krebsrisiko erheblich, wie eine WHO-Studie aussagt. Sollten alkoholische Getränke wie Zigarrettenpackungen mit Warnungen versehen werden? Eine erfolgversprechende Idee? Der Artikel zum Thema: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,491175,00.html
Die passende Studie zur passenden Zeit. Die Rauchverbote in oeffentlichen Raeumen und der Gastronomie sind in der Vernehmlassung und treten peu a peu bis 1.1. 2008 in Kraft. Hoechste Zeit also die naechste Sau durchs Dorf zu treiben!
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