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24.07.2007
 

Fremdblut-Doping

Tuning für Todesmutige

Von Stefan Schmitt

Sauerstoff ins Blut, auf Teufel komm raus: Nach diesem Prinzip funktioniert Blutdoping, das Tour-de-France-Star Winokurow jetzt zum Verhängnis wurde. Die betrügerische Methode, äußerst effektiv und im Zweifelsfall tödlich, ist wie Höhentraining ohne Höhe - und ohne Training.

Man könnte das Fremdblut-Verfahren als Doping für Draufgänger bezeichnen - wenn es nicht verboten und unsportlich wäre. Die Methode selbst, die nun bei Astana-Star Alexander Winokurow nachgewiesen wurde, ist denkbar effektiv - und gefährlich. Denn der Wirksamkeit des Eigenblutdopings, über das im Zusammenhang mit dem spanischen Dopingarzt Eufemiano Fuentes berichtet wurde, fügt die Variante mit fremdem Blut erhebliche gesundheitliche Risiken zu.

Allergische Reaktionen, Nierenschäden, Fieber, die Gefahr einer Gelbsucht-, Aids- oder Hepatitis-Infektion, nicht zuletzt die Möglichkeit eines allergischen Schocks: Die Liste der Risiken und möglichen Nebenwirkungen ist bei Fremdblutdoping lang - mindestens so sehr wie bei anderen Dopingpraktiken:

Nach dem spektakulären Fall Winokurow, der zum Rückzug des kasachischen Rennstalls Astana von der diesjährigen Tour de France geführt hat, rückt jenes Doping-Verfahren wieder ins Scheinwerferlicht, obwohl es eigentlich schon als passé galt - wegen des potenten Konkurrenten Epo.

SPIEGEL ONLINE erklärt, wie Fremdblutdoping funktioniert, was es bewirkt, wie Dopingkontrolleure es nachweisen können - und was so gefährlich daran ist:

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