Hannover - Was an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) geplant wurde, rief schon im Vorfeld Proteste hervor: "Grausam und unethisch" sei das Experiment, hieß es in einer Mitteilung des Vereins "Ärzte gegen Tierversuche". Seit 20 Jahren sei derartiges in Deutschland nicht mehr genehmigt worden.
Was war geschehen? Ein Forscherteam der MHH hatte bei der zuständigen Behörde die Erlaubnis für ein Experiment beantragt, bei dem zwei Mäuse aneinander genäht werden sollten. Die Forscher wollten eine sogenannte Parabiose herbeiführen, bei der zwei miteinander verwachsene Organismen in Wechselwirkung treten. Anschließend wollte das Team in den Körpern der Mäuse nach Stammzellen suchen, mit denen Defekte im menschlichen Körper geheilt oder sogar ganze Organe gezüchtet werden könnten.
Dafür müsse der Blutkreislauf einer gesunden Maus mit dem einer erkrankten Maus verbunden werden, hieß es. Um zu garantieren, dass diese Kopplung während des Versuchs nicht getrennt wird, müsse das Fell der Mäuse an der Seite zusammengenäht werden.
Die Genehmigungsbehörde, das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves), hat den Antrag abgelehnt - und zwar bereits im Juli, wie Sprecherin Andrea Jark jetzt erklärte. Dabei hätten mehrere Gründe eine Rolle gespielt. Unter anderem wäre nach Einschätzung eines Expertengremiums die bei dem Versuch entstehende Belastung für die Tiere zu hoch gewesen. Nach Angaben von Hans-Jürgen Hedrich, dem Direktor der Abteilung Versuchstierkunde an der MHH, will die Hochschule nun prüfen, ob die Parabiose für ihre Versuche zwingend nötig sei.
Im Ausland sei die Parabiose schon seit Jahren gängige Praxis, hatte MHH-Sprecher Stefan Zorn betont. Nach Angaben von Laves-Sprecherin Jark war eine Untersuchung der Belastung zusammengenähter Tiere zunächst im Jahr 2005 genehmigt, dann allerdings nach Empfehlung eines Expertengremiums Anfang 2006 unterbrochen worden. "Die Belange des Tierschutzes sind höher eingestuft worden als der wissenschaftliche Erkenntnisgewinn", sagte Jark.
mbe/dpa
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sind Tierversuche meiner Meinung überhaupt nich. Wer hat schon mal in einem Institut gearbeitet, in dem Tierversuche durchgeführt werden? Alles blutig. Versuchsapparaturen sind selber zusammengebastelt. Da sehe ich überhaupt [...] mehr...
Warum nehmen wir nicht gleich Mensche, scheiss auf altmodische Ethik, alles Kitsch und Wachstumsbremse. Warum nicht alte Menschen nehmen ?, leben eh nicht mehr lange .. sollen dankbar sein für Essen, Unterkunft und Zuwendung. [...] mehr...
... riskiert dann aber (wenns drauf ankommt) im Regen zu stehen. @tv-frei: Natürlich muss ich Ihnen zustimmen, dass nicht jedes Tier für jeden Versuch geeignet ist, und weise darauf hin, dass ich meine Meinung zu vielen [...] mehr...
Ich stimme insofern zu, dass die Wahl eines Versuchtieres entscheidend für die Aussagekraft eines Versuches ist. Der TV ist auch nciht der erste sondern der Vorletzte Schritt der Entwicklungsreihe (vor dem Humantest). Das man [...] mehr...
Ich möchte zu meinem Beitrag noch ein paar Beispiele ergänzen, warum TV wirklich unberechenbar, wenig aussagekräftig und unwissenschaftlich sind: - Der Methylalkohol, an dem schon Tausende erblindeten, hat für die üblichen [...] mehr...
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