Die 23-jährige Sarah Pickin entdeckte den uralten Kaugummi bei einer Ausgrabung in Finnland. Ihr Tutor, Trevor Brown von der University of Derby, freut sich vor allem über die gut erhaltenen Zahnabdrücke in dem Fundstück. Pickin gehörte zu einer Fünfergruppe von Studierenden, die das finnische Kierikki Centre besucht hatten, ein Museum mit archäologischer Ausstellung an Finnlands Westküste. Bei Ausgrabungen in der Region fand sie neben einem Ring und einer Pfeilspitze auch den hartgewordenen Klumpen.
Birkenteer, erklärte Brown laut BBC Online, "enthält Phenole, also antiseptische Wirkstoffe". Eine Sprecherin des Kierikki Center erklärte laut dem britischen "Guardian": "Das eigentliche Material ist eine Art Teer, der entsteht, wenn man Birkenrinde erhitzt. Nachdem der Teer hergestellt worden war, wurde er zunächst gekocht und dann fest, wenn er abkühlte."
Anschließend habe man den Teer wieder erwärmt und ihn so kaufähig gemacht. So entstand auch der jetzt entdeckte, 5000 Jahre alte Kaugummi.
In der Jungsteinzeit wurde Birkenteer nicht nur als Antiseptikum benutzt, um Infektionen des Zahnfleisches zu behandeln, sondern auch als Leim, mit dem etwa Töpfe repariert wurden. Die Zahnabdrücke bezeugen, dass der jetzt entdeckte Klumpen tatsächlich gekaut worden ist. Pickin sagte der BBC, sie sei begeistert über den Fund und freue sich darauf, mehr über den uralten Kaugummi herauszufinden.
cis
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