Mittwoch, 10. Februar 2010

Wissenschaft



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23.08.2007
 

Mathematik

Bonner ist weltbester Kopfrechner - schon wieder

Gert Mittring aus Bonn hat bei der "Mind Sports Olympiad" in London zum vierten Mal in Folge die Goldmedaille im Kopfrechnen gewonnen. Der 41-jährige Rechenkünstler kann binnen weniger Sekunden die 13. Wurzel aus einer hundertstelligen Zahl ziehen.

Bonn - Wurzeln, Währungsumrechnungen, Brüche, Multiplikationen, Primzahlzerlegungen und Potenzen - all das musste im Kopf gelöst werden. Mittring habe alle 130 Rechenaufgaben auf der "Mind Sports Olympiad" richtig gelöst und somit alle erzielbaren Punkte geholt, teilte seine Sprecherin mit.

Informatiker Mittring: Goldmedaille im Kopfrechnen
DDP

Informatiker Mittring: Goldmedaille im Kopfrechnen

Den Siegertitel errang er schon zum vierten Mal in Folge. Der Diplom-Informatiker aus Bonn trägt nicht nur den Titel eines Großmeisters im Kopfrechnen, er ist zudem noch promovierter Pädagoge und Psychologe.

Mit dem Titelgewinn in London gilt Mittring allerdings nicht automatisch als weltbester Kopfrechner. Neben der "Mind Sports Olympiad" gibt es seit 2004 nämlich auch noch den "Mental Calculation World Cup", der allerdings nicht jährlich, sondern nur alle zwei Jahre ausgetragen wird. Zuletzt gewann ihn 2006 der britische Physiker Robert Fountain. Auf Platz zwei landete der aus Emden stammende Jan van Koningsfeld, Gert Mittring wurde in diesem Wettbewerb nur Dritter.

Große Bekanntheit erlangte Mittring, als er vor einigen Jahren einen neuen Weltrekord im Schnell-Kopfrechnen aufstellte: In nicht einmal zwölf Sekunden gelang es ihm, aus einer hundertstelligen Zahl die 13. Wurzel zu ziehen.

In einem für SPIEGEL ONLINE verfassten Artikel erläuterte der Schnellrechner damals, wie ihm dieses Kunststück gelang. Und diese Beschreibung gibt durchaus einen Einblick in die Denkweise eines Kopfrechnen- Goldmedaillenträgers: "Es gibt beim vorliegenden Problem verschiedene Strategien, die Lösung zu finden", schrieb Mittring. "Wer möchte, kann gern alternative Strategien ersinnen. Wünschenswert ist in jedem Fall eine gedächtnisökonomische Variante."

Das klingt ganz bescheiden angesichts des Umfangs der Aufgabe, um die es damals ging: Aus einer Zahl mit 100 Stellen (sie lautete 7 066 437 381 674 286 102 234 008 830 240 157 375 704 233 170 702 632 731 269 721 516 000 395 709 065 419 973 141 914 549 389 684 111) sollte die 13. Wurzel gezogen werden. Das Ergebnis lautete übrigens 47941071.

hda/dpa

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