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25.09.2007
 

Potente Väter

Bass macht sexy - und kinderreich

Eine tiefe Stimme wirkt nicht nur maskulin - sie verspricht auch viel Nachwuchs. Einer aktuellen Studie zufolge zeugen in einem Umfeld ohne Verhütungsmöglichkeit Männer mit tiefer Stimme mehr Kinder - und Frauen, die Mutter werden möchten, bevorzugen einen satten Bass.

David Feinberg hört genau hin. Der Psychologe von der McMaster University im kanadischen Hamilton ist spezialisiert auf die Frage, welche Rolle die menschliche Stimme in unserem Sozialleben spielt. Nun hat sich Feinberg einem afrikanischen Stamm von Jägern und Sammlern zugewandt - und dort Belege für die Virilität von Männern mit einer wuchtigen Bass-Stimme entdeckt.

Werdende Eltern: Tiefe Stimme soll reproduktiven Erfolg steigern
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DPA

Werdende Eltern: Tiefe Stimme soll reproduktiven Erfolg steigern

Feinberg und eine Kollegin fanden ihre Untersuchungs-Stichprobe in Tansania. Dort leben die Hadza, einer der letzten Stämme mit einer Jäger-und-Sammler-Kultur. Die Hadza betreiben keine Verhütung, deshalb sind ihre Fortpflanzungsmuster besser als die westlicher Zivilisationen geeignet, Grundmechanismen zu identifizieren.

Feinberg interessierte sich besonders für den Einfluss der Stimme des Mannes auf den Kinderreichtum. Und er fand heraus, dass Frauen Männer mit tiefer Stimme nicht nur attraktiver finden, sie für älter, gesünder und maskuliner halten. Männer mit tiefer Stimme zeugen bei den Hadza auch mehr Kinder, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift "Biology Letters".

"Wir fanden in der neuen Studie keine Beziehung zwischen Stimmlage und Kindersterblichkeit", sagt Feinberg, "aber wir kamen zu dem Ergebnis, dass Männer mit einer tiefen Stimmlage einen höheren reproduktiven Erfolg erzielen und mehr Kinder zeugen". Frauen bevorzugen den Ergebnissen zufolge Männer mit tiefer Stimme - Männer dagegen halten, zumindest bei den Hadza, Frauen mit hoher Stimme für attraktiver, anpassungsbereiter, femininer, gesünder und jünger.

Feinberg vermutet einen evolutionären Einfluss: "Wenn unsere Vorfahren einen ähnlichen Prozess durchlaufen haben", so der Psychologe, "könnte das eine der Gründe sein, warum die Stimmen von Männern und Frauen unterschiedlich klingen".

cis

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