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05.12.2007
 

Kinderstatistik

Älterer Vater und jüngere Mutter sind am erfolgreichsten

Männer bevorzugen meist jüngere Frauen. Ein evolutionäres Erfolgskonzept, denn diese Kombination bringt die meisten lebensfähigen Kinder hervor, fanden Wissenschaftler heraus - zumindest bei dem nordskandinavischen Volk der Samen.

Er will mehr Fruchtbarkeit - sie mehr Sicherheit, aber beide wollen nur das eine: den größtmöglichen Erfolg für die gemeinsamen Nachkommen. Männer heiraten in den meisten Fällen jüngere Frauen, eine sinnvolle Wahl meinen finnische Wissenschaftler um Samuli Helle von der Universität in Turku - zumindest unter evolutionären Gesichtspunkten.

Nachwuchs: Paare, bei denen der Mann etwa 15 Jahre älter war als die Frau, hatten die meisten Kinder, die das 18. Lebensjahr erreichten
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ABDA

Nachwuchs: Paare, bei denen der Mann etwa 15 Jahre älter war als die Frau, hatten die meisten Kinder, die das 18. Lebensjahr erreichten

Anhand von Kirchenbüchern, die von der Lutherischen Kirche geführt worden waren und Aufzeichnungen zu Taufen, Hochzeiten und Begräbnissen hatten die Wissenschaftler die Auswirkungen des Altersunterschieds der Ehepartner auf die Fortpflanzung bei den nordskandinavischen Samen untersucht.

Dabei fanden sie, dass aus den Ehen die meisten Kinder hervorgingen, wenn der Ehegatte etwa 14 Jahre älter war als die Frau. Die Anzahl der Nachkommen, die das 18. Lebensjahr erreichten, war bei einer Altersdifferenz von 14,6 Jahren am höchsten, berichten die Forscher im Fachmagazin "Biology Letters" der Royal Society in London. Allerdings gab es nur bei zehn Prozent der Ehepaare einen solchen Altersunterschied. Als Ursache dafür vermuten die Forscher kulturelle Gründe wie Hochzeitsgebräuche oder die Verfügbarkeit von möglichen Ehepartnern.

Männer bevorzugen jüngere Frauen als Partnerinnen wegen ihrer höheren Fruchtbarkeit. Frauen hingegen ziehen ältere Männer vor, die aufgrund des besseren finanziellen und sozialen Status mehr Chancen bieten, Nachwuchs erfolgreich aufzuziehen. Auf die Samen bezogen bedeutet das, dass jüngere Frauen fruchtbarer waren, wogegen ältere Männer genug Fertigkeiten zum erfolgreichen Jagen, Fischen und zur Rentierzucht hatten, um ein zuverlässiger Ernährer der Kinder zu sein. Die Samen lebten monogam, außerehelicher Geschlechtsverkehr war in ihrer Gesellschaft nicht akzeptiert und auch Wiederheirat nach dem Tod eines Partners war selten.

Die Geburtsstatistiken des Volkes der Samen haben auch enthüllt, dass bei warmem Wetter mehr Söhne geboren werden. Warum das so ist, wissen die Forscher aber bislang nicht.

lub/ddp

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