Robert B. Laughlin, 58, ist Professor für Physik an der Stanford University und gilt als einer der bedeutendsten Quantenphysiker der Gegenwart. Für die Entdeckung einer neuen Art von Quantenflüssigkeit erhielt er 1998 gemeinsam mit Horst Störmer und Daniel C. Tsui den Physik-Nobelpreis.
Von 2004 bis 2006 war Laughlin Präsident der Technischen Universität KAIST in Südkorea. Er hält regelmäßig Vorträge an international renommierten Universitäten auf der ganzen Welt. Ausgezeichnet wurde er auch mit dem Ernest O. Lawrence Award for Physics, der Benjamin Franklin Medal, dem Oliver E. Buckley Prize und der Onsager Medal.
In der Wissenschaftsgemeinde hat Laughlin nicht nur Freunde: Er ist ein scharfer Kritiker von Theorien, die nach seinem Geschmack nicht ausreichend experimentell belegt sind. Die derzeit hypothetische Weltformel, die alle physikalischen Phänomene erklären können soll, und die Urknall- Theorie bezeichnet Laughlin gern als spekulativ oder gar quasireligiös.
In seinem Essay enthüllt Laughlin die Mechanismen der Geheimhaltung von Wissen und zeigt anhand von vielen Beispielen, dass bald ein neues dunkles Zeitalter beginnen könnte, dessen Kennzeichen nicht Information und Wissen sind, sondern Desinformation und Ignoranz.
Laughlin ist Eröffnungsredner der "unseld lectures" am Forum Scientiarum im Mai 2008.
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