Wolf Singer, geboren 1943, ist Direktor am Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Gründungsdirektor des Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS). Er gilt als einer der weltweit führenden Hirnforscher.
Matthieu Ricard, geboren 1946, war Molekularbiologe am Institut Pasteur in Paris, bevor er buddhistischer Mönch wurde; seit 35 Jahren lebt er im Himalaya. Er hat mehrere internationale Bestseller verfasst, darunter "Der Mönch und der Philosoph" (mit seinem Vater, dem Philosophen Jean-François Revel) und "Quantum und Lotus" (mit dem Astrophysiker Trin Xuan Thuan).
Für ihr Buch, das in der "edition unseld" erscheint, treten Singer und Ricard in einen Dialog über die Beziehung zwischen Hirnforschung und Bewusstseinstraining. Sie sprechen darüber, welche mentalen Zustände mit meditativen Praktiken herbeigeführt werden sollen, welche neuronalen Vorgänge diesen zugrunde liegen, und sie fragen, ob regelmäßiges Meditieren zu nachweisbaren Veränderungen von Hirnfunktionen führt.
Ihr Buch leistet einen wichtigen Beitrag dazu, den Austausch zwischen Naturwissenschaften und den kontemplativen Wissenschaften anzuregen, denn Buddhismus wird hier als eine "Wissenschaft über den Geist" verhandelt und nicht als eine Religion.
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