Brüssel - Der Zigarettenhersteller Philip Morris will notfalls juristisch die Erlaubnis für mehr Tierversuche in Belgien erzwingen. Die Stadt Leuven hatte dem Konzern aus ethischen Gründen untersagt, seine Testanlagen auszubauen. Nun will das Unternehmen klagen, zitierte die Nachrichtenagentur Belga am Montag einen Unternehmenssprecher.
Die Verweigerung der Genehmigung sei ungerecht, weil es lediglich um die technische Anpassungen bereits bestehender Labore gehe. Die Tierversuche dienten dazu, die Produkte des Unternehmens weniger schädlich zu machen. Für diese Tests gebe es keine wissenschaftliche Alternative, sagte der Sprecher.
Die Gemeinde hatte die Aufstockung der Labors aus grundsätzlichen Überlegungen verweigert. Das Unternehmen lasse die gesundheitsschädlichen Effekte des Rauchs neuer Zigarettentypen testen, sagte die zuständige Beigeordnete der Universitätsstadt, Karin Brouwers. Dies stehe jedoch im Widerspruch zu einer Forschung, die dem Wohlergehen des Menschen gelten solle. Nach Angaben von Tierversuchsgegnern werden in dem Labor von Philip Morris jährlich bereits 4000 bis 6000 Tiere den Tests geopfert.
lub/AFP
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