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Modernes Arbeiten Wie Maschinen den Menschen versklaven

5. Teil: Wie natürlich sind unsere Katastrophen?

Arbeitsteilung und die aus ihr entspringenden Hierarchien haben sich über Jahrtausende fortentwickelt, weil sie evidente Vorteile vor jeder anderen Art der kollektiven Weltbewirtschaftung bieten, vom instinktgeleiteten Rudel aufwärts. Erst die Arbeitsteilung, nicht das abstrakte menschliche Denkvermögen allein, das uns über die Affen erhebt, schafft die Möglichkeit der Vorsorge, der Überwindung und Abwehr von Mangel und Katastrophen, der Emanzipation von den Nötigungen der verhagelten Ernte, Dürre, Eiszeit, des Schädlingsbefalls und der Defekte einzelner Menschen selbst. Dass der Kapitalismus die erste Wirtschaftsweise wurde, die sich auf der ganzen bewohnten Erde ausbreiten konnte, kommt auch daher, dass er die Vorteile der Arbeitsteilung mit denen der freien Konkurrenz zu einer jahrhundertelang praktisch unschlagbaren Verbindung amalgamiert hat. Jetzt aber werden beide aneinander und an ihren Folgen zuschanden.

Was Naturkatastrophen und Mangel bändigen half, bringt diese Geißeln auf höherem Niveau zurück – und verleiht ihnen eine Vernichtungskraft, die sie in freier Wildbahn gar nicht hätten: Wo der Tsunami einen Küstenstreifen überspült, an dem man im Interesse der Hotelindustrie und der Forstwirtschaft alle Bäume abgeholzt hat, die den Schaden hätten dämpfen können, wird verheerend sichtbar, dass die zweite Natur nicht nur die Gefahren der ersten von den Menschen abwenden, sondern sie eben auch gewaltig verschärfen kann.

Die Menschen haben zugelassen, dass die Maschinen, die ihnen zu dieser Abschaffung verhelfen könnten, zu Naturwesen werden, deren Früchte man nicht ernten kann, weil sie keine mehr hervorbringen; wie schlafende Pflanzen im Winter.

Die Menschen müssen ihre Maschinen befreien, damit die sich revanchieren können.

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insgesamt 171 Beiträge
ray05 21.05.2008
Wo sind denn die fünf Fragen zu finden? Danke.
Zitat von sysopMaschinen bestimmen immer stärker den Alltag in den Industrieländern. Doch dienen sie noch den Menschen, oder werden die Menschen zu Sklaven der Maschinen? Der Schriftsteller Dietmar Dath stellt auf SPIEGEL ONLINE fünf Fragen zum Stand der Technik in unserer Gesellschaft. Wie sehen Sie das Verhältnis zwischen und Technik und Gesellschaft, Mensch und Maschine?
Wo sind denn die fünf Fragen zu finden? Danke.
SaT 21.05.2008
Na ja noch wandeln keine KI-Roboter durch die Gegend die uns beherrschen würden. Wenn der Mensch zum Sklaven der Maschinen wird die er selbst programmiert hat so liegt dies ausschließlich bei ihm. Maschinen können dagegen [...]
Na ja noch wandeln keine KI-Roboter durch die Gegend die uns beherrschen würden. Wenn der Mensch zum Sklaven der Maschinen wird die er selbst programmiert hat so liegt dies ausschließlich bei ihm. Maschinen können dagegen Menschen aus der ihrer Sklaverei befreien, z.B. indem stumpfsinnige Arbeit am Laufband automatisiert wird. Jede Arbeit die von Maschinen übernommen werden kann ist im wahren Sinn des Wortes eine inhumane Arbeit – wir sollten uns über einen solchen Jobverlust nicht beklagen, wenn im Gegenzug hochwertige humane Arbeit entsteht z.B. die Entwicklung komplexer Maschinen.
werst 21.05.2008
Solange Maschinen »Menschenwerk« sind bleibt auch eine mögliche »Versklavung« des Menschen durch Maschinen »Menschenwerk«. Es bleibt also wie gehabt, »unter uns«.
Zitat von sysopMaschinen bestimmen immer stärker den Alltag in den Industrieländern. Doch dienen sie noch den Menschen, oder werden die Menschen zu Sklaven der Maschinen?
Solange Maschinen »Menschenwerk« sind bleibt auch eine mögliche »Versklavung« des Menschen durch Maschinen »Menschenwerk«. Es bleibt also wie gehabt, »unter uns«.
Joachim Baum 21.05.2008
Wenn die Maschine zur "Black Box" wird (und für viele Zeitgenossen ist das bei einigen Geräten schon so) und andererseits nichts mehr ohne diese geht, dann gibt's ein Problem und die Kirchenaltäre werden neu bestückt [...]
Zitat von sysopWie sehen Sie das Verhältnis zwischen und Technik und Gesellschaft, Mensch und Maschine?
Wenn die Maschine zur "Black Box" wird (und für viele Zeitgenossen ist das bei einigen Geräten schon so) und andererseits nichts mehr ohne diese geht, dann gibt's ein Problem und die Kirchenaltäre werden neu bestückt :-))
Das liest sich auf den Blick ganz toll, beschreibt aber ein Problem, welches nicht gelöst wird. Es würde voraussetzen, dass alle Menschen gleiche Fähigkeiten haben. Das bedeutet, der Müllsortierer könnte auch eine [...]
Zitat von SaT&... Jede Arbeit die von Maschinen übernommen werden kann ist im wahren Sinn des Wortes eine inhumane Arbeit – wir sollten uns über einen solchen Jobverlust nicht beklagen, wenn im Gegenzug hochwertige humane Arbeit entsteht z.B. die Entwicklung komplexer Maschinen.
Das liest sich auf den Blick ganz toll, beschreibt aber ein Problem, welches nicht gelöst wird. Es würde voraussetzen, dass alle Menschen gleiche Fähigkeiten haben. Das bedeutet, der Müllsortierer könnte auch eine Konstruktionszeichnung lesen. Da das aber nicht der Fall ist, werden diese Menschen aussortiert und zwar aus dem Leben und sie werden ihrer Würde beraubt. Der Würde ihr Geld zu verdienen, unsere Gesellschaft lässt sie nicht verhungern, aber ihre Kinder werden nicht stolz auf diese Eltern sein, die sich noch nicht mal mit ihrer Hände Arbeit ernähren können. Es ist ein Verbrechen, Menschen von der Sozialhilfe abhängig zu machen, weil man mindere Arbeit für unmenschlich erklärt. Es sind nicht die Menschen, die diese Arbeit verweigern, sondern sie werden entmündigt. Wir entscheiden, du bist zu gut für diese Arbeit, darum schenken wir dir das Geld. Man muss Menschen nicht als Sklaven halten und Ausbeuten, aber ihren Wert und ihre Würde, sollte man ihnen lassen. MfG. Rainer
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