Potsdam - Edenhofer, 47, wurde auf der Versammlung des IPCC in Genf zum Vorsitzenden der Arbeitsgruppe "Vermeidung des Klimawandels" ernannt, wie das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) am Donnerstag mitteilte. Er teilt sich den Posten mit zwei Wissenschaftlern aus Kuba und Mali. Edenhofer ist Chefökonom und Vizedirektor des PIK sowie Professor für Ökonomie des Klimawandels an der Technischen Universität Berlin. Für den Kampf gegen die Erderwärmung war der Uno-Klimarat 2007 zusammen mit dem früheren US-Vizepräsidenten Al Gore mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden.
"Wir werden in den kommenden Jahren klären müssen, inwieweit wir Klimawandel vermeiden müssen und inwieweit wir uns daran überhaupt anpassen können", sagte Edenhofer. Aufgabe seines Arbeitsbereichs sei es, gangbare Lösungen für die Vermeidung des Klimawandels zu erarbeiten.
Angesichts steigender Erwartungen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft würden die Erwartungen an diesen Arbeitsbereich weiter steigen, so Edenhofer. Er wolle während seiner Amtszeit verstärkt auf das Expertenwissen von Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen zurückgreifen, um deren Einschätzungen in Berichte des IPCC einfließen zu lassen. Nach Angaben des PIK plant Edenhofer zunächst einen Bericht zur Bedeutung der erneuerbaren Energien für die Klimapolitik.
Laut seiner Biografie auf den Internet-Seiten des PIK gründete Edenhofer bereits im Alter von 20 Jahren ein Unternehmen, war von 1987 bis 1994 Mitglied des Jesuitenordens und leitete dort drei Jahre lang eine humanitäre Hilfsorganisation. Seit 2004 arbeitet er auch für den Klimarat der Vereinten Nationen.
mbe/AFP
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