Washington - Statistisch gesehen kommen auf jede Zelle unseres Körpers zehn Lebewesen, die uns besiedeln: Viren, Pilze - und vor allem Bakterien. US-Forscher haben sich nun einmal besonders genau die Bakterien gesehen, die auf der Hand leben.
Die Wissenschaftler um Noah Fierer von der Universität von Colorado in Boulder hatten Abstriche beider Handflächen von 51 Freiwilligen genommen, nachdem diese eine Prüfung geschrieben hatten.
Anschließend sequenzierten die Forscher Teile des Genoms der mikroskopisch kleinen Lebewesen, die sie auf der Haut der Probanden entdecken konnten. In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift " Proceedings of the National Academy of Sciences" berichten die Forscher über ihre Ergebnisse:
Die Wissenschaftler nehmen an, dass pH-Wert, Schweiß, Kosmetika, Hautdicke oder die Talgproduktion dabei eine Rolle spielen. Sie untersuchten auch die Auswirkungen des Händewaschens auf die Bakterienkolonien. Während sich manche Sorten erst nach einiger Zeit erneut vermehrten, waren andere Typen nach der Reinigung besonders präsent.
Generell ändert sich zwar die Zusammensetzung der Bakterienpopulation auf den Händen nach dem Waschen, die Vielfalt bleibt jedoch nahezu konstant. Obwohl sich die Studentinnen nach eigenen Angaben häufiger die Hände wuschen als ihre Kommilitonen, waren manche Bakteriensorten bei Frauen trotzdem häufiger anzutreffen. Somit ließen sich die unterschiedlichen Häufigkeiten der Mikroben nicht allein durch einen unterschiedlichen Sinn für Hygiene erklären, sagen die Forscher.
chs/ddp
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