Von Kirsten Brodde
Extrakte aus den getrockneten Blättern und Blüten des Thymianstrauchs helfen oft gegen hartnäckigen Husten. Das legt etwa das Ergebnis einer Studie mit je 361 Bronchitis-Patienten nahe: Eine Gruppe nahm dreimal täglich eine -Tablette mit Thymian-Primelwurzel-Trockenextrakt ein, die andere ein Placebo. Das pflanzliche Kombinationspräparat reduzierte die Hustenanfälle bis zum neunten Tag um fast 70 Prozent und damit deutlich besser als das Scheinmedikament. Zudem ging es den Patienten, die den Pflanzenwirkstoff erhalten hatten, zwei Tage früher besser.
Eine weitere Untersuchung belegt, dass auch eine Kombination von Thymiankraut mit Efeublättern, Anisfrüchten und Eibischwurzel gut gegen Husten wirkt. Die Inhaltsstoffe des Thymians fördern die Schleimlösung im Hals, und das ätherische Öl Thymol wirkt darüber hinaus stark antimikrobiell gegen Bakterien, Schimmelpilze und Herpes-simplex-Viren. Medizinische Tees gehören zu den ältesten Arzneimitteln überhaupt und wurden schon in der Antike getrunken.
Anwendung: Thymiankraut mit Wasser übergießen, zwei bis fünf Minuten ziehen lassen, abseihen. Eine Kanne über den Tag verteilt trinken. Für Kinder Honig und Zitronensaft zugeben (für den Geschmack). Alternativ: Brustkompresse mit Thymiantee.
Risiken und Nebenwirkungen: keine.
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wissenschaft | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Mensch | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH