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08.12.2008
 

Neue Bevölkerungsstudie

Bald sieht Deutschland ganz schön alt aus

Höheres Durchschnittsalter, weniger Schüler, mehr Greise, wachsende und schrumpfende Städte: Eine neue Studie zur demografischen Entwicklung Deutschlands zeigt, dass dem Land eine tiefgreifende Änderung der Bevölkerungsstruktur bevorsteht.

Deutschland wird älter und älter: War im Jahr 2006 noch jeder zweite Bundesbürger älter als 42 Jahre, wird 2025 jeder zweite sogar älter als 47 sein, wie eine jetzt veröffentlichte Bevölkerungsprognose der Bertelsmann-Stiftung zeigt.

Besonders die Gruppe der alten Menschen wächst überproportional: Die Zahl der über 80-Jährigen wird bis 2025 in Deutschland um 70 Prozent zunehmen. Damit verdoppele sich der Anteil der Hochbetagten an der Gesamtbevölkerung nahezu und steige auf über 8 Prozent, hieß es. Spitzenreiter dieser Entwicklung werden laut Studie ostdeutsche Städte wie Hoyerswerda (15,3 Prozent), Suhl (12,7 Prozent) und Dessau (12,1 Prozent) sein.

Die Wirtschaft müsse sich auf älter werdende Belegschaften einstellen, hieß es. So werde bis 2025 die Gruppe der älteren potentiell Erwerbstätigen (45 bis 64 Jahre) um 1,4 Millionen zunehmen. Die Gruppe der jüngeren potentiellen Erwerbstätigen (25 bis 44 Jahre) nehme dagegen um 3,7 Millionen ab, die Zahl junger Menschen (16 bis 24 Jahre) gehe um rund 2 Millionen zurück. Besonders drastisch sind die Veränderungen im Osten: In Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt wird die Zahl der jungen Erwerbstätigen laut Studie um die Hälfte sinken.

Deutlich weniger Schüler bis 2025

Auch die Schülerzahlen gehen den Angaben zufolge bis 2025 bundesweit zurück, besonders bei den Sechs- bis Neunjährigen. Dies betreffe auch die alten Bundesländer, bei klaren regionalen Unterschieden. In Bayern etwa werde die Zahl der Kinder im Grundschulalter in München um 21 Prozent zunehmen, während diese Altersgruppe im Kreis Kronach um 32 Prozent kleiner wird. Auch in Nordrhein-Westfalen zeichneten sich solche Entwicklungen ab: Köln kann bis 2025 voraussichtlich einen Zuwachs von 5 Prozent verzeichnen, während der Kreis Höxter 27 Prozent weniger Grundschüler haben wird.

Der Trend zur Urbanisierung verstärkt sich laut Studie bis 2025. Sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland werde es gegensätzliche Entwicklungen geben: In den neuen Bundesländern verzeichnen demnach Dresden (plus 8 Prozent), Potsdam (plus 7 Prozent) und Leipzig (plus 3,3 Prozent) Bevölkerungszuwächse, während die Einwohnerzahl in Chemnitz (minus 15 Prozent), Halle (minus 12 Prozent) und Rostock (minus 8,6 Prozent) deutlich abnimmt.

In Westdeutschland bleiben laut Studie München (plus 11,7 Prozent), Köln (plus 5,8 Prozent) und Hamburg (plus 3,9) Wachstumsstädte, während Hagen (minus 10 Prozent), Gelsenkirchen (minus 10 Prozent) oder Wolfsburg (minus 8,7 Prozent) schrumpfen. Die Analysen zeigten, dass sich das Leben in den Städten und Gemeinden durch den schnell fortschreitenden Alterungsprozess erheblich verändern werde, sagte Bertelsmann-Stiftung-Vorstandsmitglied Johannes Meier. Zwar sei das Bewusstsein für die Folgen des demografischen Wandels inzwischen deutlich gewachsen, doch fehlten vielerorts noch kommunalpolitische Schlussfolgerungen und überzeugende Handlungskonzepte.

lub/AP

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31.10.2011 von rolli:

Können Sie verstehen, warum in vielen Medien die occupy-bewegung erwähnt wird? Können Sie verstehen, warum nur in 2 Sätzen über den Graben zwischen der Eurozone und der Eu, der so tief wie nie zuvor gegraben wurde, erwähnt [...] mehr...

31.10.2011 von sunnypluto: seit Jahrzehnten Mitglied der Umlagerentenversicherung; ich wurde noch nie bestohlen.

Sie kassieren also den Höchstsatz an Rente, und haben mitunter privat noch etliche Millionen zur Seite gerafft ! mehr...

31.10.2011 von sunnypluto: Demografie

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