Auf Platz Eins ihrer jährlichen Forschungs-Hitliste setzten die Redakteure des renommierten Wissenschaftsmagazins "Science" das Reprogrammieren adulter menschlicher Zellen. Werden noch ein paar Hindernisse aus dem Weg geräumt, könnten diese eines Tages Menschen mit den unterschiedlichsten Krankheiten helfen, von Diabetes bis Parkinson. Und sie könnten die umstrittene bisherige Methode zur Herstellung embryonaler Stammzellen, bei der menschliche Embryonen zerstört werden, eines Tages überflüssig machen.
Durchbruch des Jahres: Die Abbildung zeigt Motorneuronen und Gliazellen, die aus reprogrammierten Zellen erzeugt wurden
Die übrigen sieben "Durchbrüche des Jahres" bilden keine Hitliste - sie stehen aus "Science"-Sicht gleichberechtigt nebeneinander, von erstaunlich wärmeunempfindlichen Supraleitern bis zu neuen Erkenntnissen über gutes und schlechtes Fett im menschlichen Körper.
Zum wissenschaftlichen Phänomen des Jahres kürte das Fachblatt wenig überraschend den Large Hadron Collider (LHC) im Kernforschungszentrum Cern in der Schweiz. Europäische Länder, so das US-Magazin nicht ohne einen Hauch von Neid über das Riesenprojekt, würden "immer besser darin, große Ressourcen zu bündeln, um 'Big Science' zu verfolgen". Auch von Häme ist keine Spur angesichts der Tatsache, dass der LHC schon kurz nach seiner Inbetriebnahme wegen einer Panne wieder abgeschaltet werden musste.
Auch einen "Zusammenbruch des Jahres" kürte das Magazin: den Crash des Bankensystems. Auch wenn die Forschung bislang noch nicht direkt betroffen sei, könnten die Folgen der Finanzkrise im kommenden Jahr auch in diesem Bereich spürbar werden, so "Science".
Hier die weiteren "Durchbrüche des Jahres 2008":
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