Andrew French von der Stemagen Corporation in La Jolla, im US-Bundesstaat Kalifornien und seinen Kollegen gelang der Coup der Stammzellenforschung: Sie klonten einen menschlichen Embryo aus einer Körperzelle. Es war der Durchbruch, den der südkoreanische Klonforscher Woo Suk Hwang bereits im Jahr 2004 behauptet hatte, erreicht zu haben. Hwang entpuppte sich als Fälscher, French und seine Kollegen hingegen haben es tatsächlich geschafft. Es ist ein weiterer Schritt hin zur maßgeschneiderten embryonalen Stammzelle.
Diese Wunderzellen sind wie ein Ersatzteillager für den Körper, denn sie besitzen die Fähigkeit, sich in jedes Körpergewebe zu verwandeln. Für Mediziner sind sie große Hoffnungsträger: Ob Herzinfarkt, Diabetes oder Parkinson - mit embryonalen Stammzellen wollen sie kaputt gegangenes Gewebe ganz einfach neu züchten. Es wäre der Beginn einer neuen Ära in der Medizin: Statt körperliche Defekte nur symptomatisch mit Medikamenten zu behandeln, könnte man sie mit embryonalen Stammzellen gänzlich beheben und Krankheiten tatsächlich heilen.
So spektakulär die erfolgreiche Klonierung war - der letzte Schritt hin zum therapeutischen Klonen fehlt noch: die Gewinnung embryonaler Stammzellen aus dem geklonten Embryo.
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