Die Physiker applaudierten spontan, als der Strahl erfolgreich eingeleitet wurde. Die 27 Kilometer lange Maschine der Superlative wurde Schritt für Schritt in Betrieb genommen.
Dann die Ernüchterung: Nur 10 Tage nach der feierlichen Einweihung des Teilchenbeschleunigers Large Hadron Collider (LHC) war das teuerste Experiment der Menschheitsgeschichte schon kaputt. Offenbar hatte eine fehlerhafte elektrische Leitung eine Kette von Ereignissen ausgelöst, die zu schweren Schäden führte. Einer der gigantischen Magneten, die das Herz des Beschleunigers bilden, wurde zu heiß - oder besser: zu wenig kalt. Die Reparatur wird 22 Millionen Euro kosten.
Physiker weltweit erhoffen sich von der gigantischen Maschine im schweizerisch-französischen Grenzgebiet Antworten auf grundlegende Fragen nach Ursprung und Aufbau der Welt. Darauf werden sie aber noch ein wenig warten müssen. Erst im Juli 2009 wird der LHC wieder in Betrieb gehen können.
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