
Der leitende Arzt Jean-Michel Dubernard
Lyon - Patient und angenähte Körperteile seien in "stabilem und zufriedenstellendem Zustand", teilten die Ärzte am Freitagnachmittag mit. Nach einer guten Nacht sei der westfranzösische Patient, der die Zähigkeit eines Marathonläufers habe, am Nachmittag wieder zu Bewusstsein gekommen, erläuterte Jean-Michel Dubernard.
Dem Patienten waren 1996 beide Unterarme durch die Explosion von Feuerwerks-Raketen abgerissen worden. 18 internationale Chirurgen und 30 weitere Spezialisten waren bei der Operation unter Leitung des 58-jährigen Professors am Donnerstag anwesend. Im Einsatz war unter anderem auch Earl Owen, Direktor des australischen Zentrums für Mikrochirurgie in Sydney. Das Team hatte die Transplantate in der Nacht vor der Operation entnommen.

Nach der 17-stündigen Operation, so die Ärzte, sei der Patient in einem "stabilem und zufriedenstellendem Zustand"
Weitere Transplantationen zweier Hände seien geplant, sagte Dubernard. Er habe von den Gesundheitsbehörden die Erlaubnis "fünf doppelte Handtransplantationen innerhalb von zwei Jahren auszuführen." Bereits im September 1998 war dem Ärzteteam aus Lyon mit dem Annähen einer Hand bei einem 49-jährigen Neuseeländer eine Weltpremiere gelungen. Sein Zustand wurde gut ein Jahr nach der weltweit ersten Transplantation einer Spenderhand als zufriedenstellend bezeichnet. Der Organismus dieses Patienten zeigte keine Anzeichen, dass er die angenähte Hand abstößt.
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