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05.01.2009
 

Schäden am Ohr

Mediziner empfehlen Gehörschutz beim Golfen

Der Knall beim Abschlag eines Golfballs kann das Gehör schädigen, warnen britische Forscher. Sie haben festgestellt, dass moderne, ultra-leichte Titan-Schläger besonders laut sind.

Der Patient war 55 Jahre alt und klagte über Tinnitus und Hörprobleme. Forscher am Norfolk and Norwich University Hospital in Norwich untersuchten den Mann - und stellten dabei fest, dass wohl ein neuer Golfschläger für die Probleme am Gehör verantwortlich ist. Der passionierte Golfer hatte 18 Monate lang dreimal die Woche mit dem Titan-Schläger gespielt.

Golfprofi Vijay Singh bei Turnier in Atlanta (2008): Ohrstöpsel wohl ein bisschen zu radikal
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REUTERS

Golfprofi Vijay Singh bei Turnier in Atlanta (2008): Ohrstöpsel wohl ein bisschen zu radikal

Das Geräusch beim Abschlag verglich der Patient mit dem Knall beim Abfeuern einer Schusswaffe. Es war dem Mann schließlich so unangenehm geworden, dass er den Schläger nicht mehr benutzte. Eine Untersuchung ergab das typische Muster eines von Lärm ausgelösten Gehörverlustes.

Die Forscher um Malcolm Buchanan gingen der Sache auf den Grund und verglichen die Geräuschpegel verschiedener Schläger miteinander. Das Ergebnis war eindeutig: Herkömmliche Schläger aus Edelstahl sind leiser als moderne, die aus Titan gefertigt sind, berichten Buchanan und seine Kollegen im Fachblatt "British Medical Journal" (2008; 337; a2835). Beim Edelstahl maßen die Wissenschaftler zwischen 103 und 112 Dezibel, bei Titan waren es zwischen 112 und 120 dB.

Buchanan sagte, die dünnen Titan-Schläger seien so laut, dass temporäre oder dauerhafte Schäden an der Innenohrschnecke möglich seien. Golfern empfahl der Mediziner, ihre Ohren zu schützen, etwa durch Schutzstöpsel. Der Forscher, selbst passionierter Spieler, räumte gegenüber der Zeitung "The Independent" zugleich ein, dass dies für viele wohl "ein bisschen zu radikal" sei. Golfer liebten einfach das Geräusch beim Abschlag.

hda

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