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11.02.2009
 

Teilchenbeschleuniger

LHC startet erst im September

Hängepartie am Cern: Reparaturen und zusätzliche Sicherheitssysteme verzögern die Wiederinbetriebnahme des Teilchenbeschleunigers LHC. Erst Ende September sollen Protonen darin wieder kreisen.

Genf - Der defekte Large Hadron Collider (LHC) in Genf wird erst Ende September wieder gestartet. Das teilte das Europäische Kernforschungszentrum Cern mit. Der neue Zeitplan entspreche einer weiteren Verspätung von sechs Wochen gegenüber der bisherigen Planung. Die größte Experimentiermaschine der Welt soll bis dahin repariert sein. Wie es hieß, könnte die Reparatur und der Einbau verbesserter Sicherheits- und Überwachungssysteme etwa 25 Millionen Euro kosten.

Eine Panne im Kühlsystem hatte am 19. September zwei Magneten des unterirdischen Beschleunigers lahmgelegt. In der Folge strömte eine große Menge Helium in den Tunnel, mit dem die supraleitenden Magneten gekühlt werden. Die Magneten halten die Protonen auf der Kreisbahn. Der im Grenzgebiet von Frankreich und der Schweiz liegende, 27 Kilometer lange Beschleunigerring des LHC war Anfang September nach 13 Jahren Bauzeit in Betrieb gegangen. Der Bau hat rund drei Milliarden Euro gekostet. Die ersten Teilchenkollisionen planen die Physiker für Ende Oktober. Anschließend soll der LHC - abgesehen von einer kurzen Wartungspause über Weihnachten - bis Herbst 2010 durchlaufen, um genug Daten für erste Analysen zu sammeln.

Es hatte mehrere Monate in Anspruch genommen, das Ausmaß der Schäden an der Anlage zu ermitteln. Um eine Wiederholung des Problems zu vermeiden, ließ das Cern neue Systeme installieren, die schon kleinste Erhöhungen von Widerständen der elektrischen Verbindungen registrieren und die Anlage dann sofort ausschalten sollen. Bei der Verbesserung der Sicherheitssysteme habe es "enorme Fortschritte" gegeben, sagte Cern-Sprecherin Christine Sutton. "Man muss versuchen, sich auszudenken, was man tun kann, um sich vor Dingen zu schützen, an die man selbst nicht gedacht hat."

hda/dpa/AP

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