Zunehmende Resistenzen von Grippeviren beunruhigen die Gesundheitsbehörden weltweit. Einer US-Studie zufolge steigt der Anteil jener Influenza-Erreger, die auf den Wirkstoff Oseltamivir (Handelsname Tamiflu) nicht mehr reagieren. Solche Resistenzen waren in den USA und in anderen Regionen erstmals während der Grippesaison 2007/2008 entdeckt worden.
Schema des Influenza-A-Virus: Jedes achte Virus ist resistent gegen Tamiflu
Vorläufige Daten aus der aktuellen Saison in den USA sind noch viel Besorgnis erregender: 264 von insgesamt 268 Erregern, die bis Mitte Februar 2009 untersucht wurden, reagierten nicht mehr auf das Präparat. Das sind 98,5 Prozent.
Zusätzliche Mittel zur Vorbeugung und Behandlung einer Grippe würden dringend gebraucht, betonen die Forscher im " Journal of the American Medical Association".
Und es gibt neue Ansätze: US-Forscher haben eine Schwachstelle des Influenza-A-Virus identifiziert - und Antikörper dagegen produziert. Das Ziel ist eine Universal-Grippeimpfung. Um diese Antikörper entwickeln zu können, mussten sich die Wissenschaftler ein bestimmtes Oberflächenprotein der Grippeviren besonders genau ansehen: das sogenannte Hämagglutinin. Dieses Protein kommt bei Erregern vom Typ Influenza A in insgesamt 16 unterschiedlichen Varianten vor (H1 bis H16). Bei zehn von den 16 Varianten wirkte der Antikörper.
lub/AP
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wissenschaft | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Mensch | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH