Sehr dicke Menschen leben kürzer und genauso ungesund wie Raucher. Das haben britische Forscher um Richard Peto und Gary Whitlock von der University of Oxford in einer Studie mit 900.000 Erwachsenen herausgefunden. Die geringste Sterblichkeitsrate war bei Männern und Frauen gegeben, die einen Body Mass Index (BMI) von 22,5 bis 25 besaßen. Umgerechnet würde das bei einem 1,70 Meter großen Menschen einem Idealgewicht von etwa 70 Kilogramm entsprechen.
Die Forscher hatten die Daten von 57 Studien ausgewertet, die vor allem in Westeuropa und Nordamerika durchgeführt worden waren. Das Durchschnittsalter der Teilnehmer war 46 Jahre, schreiben Peto und Whitlock im Fachmagazin " The Lancet". Die Ergebnisse der Analyse stehen im Widerspruch zu einer Studie an zwei Millionen Menschen, die Ende 2007 veröffentlicht wurde. Darin fanden Wissenschaftler auch positive Effekte von moderatem Übergewicht. So war bei ihnen die Wahrscheinlichkeit, an bestimmten Krankheiten zu sterben, vermindert.
Peto und Whitlock hingegen fanden jedoch heraus, dass sich bereits bei einem BMI von 30 bis 35 die Lebensdauer statistisch gesehen um zwei bis vier Jahre verringert. Fettleibige mit einem BMI von 40 bis 45 leben im Schnitt sogar acht bis zehn Jahre weniger. Dies sei vergleichbar mit der Lebenszeitverkürzung durch Rauchen, schreiben die Forscher. Lebenslanger Tabakgenuss sei demnach ebenso gefährlich wie ein Körpergewicht, das doppelt so hoch ist wie normal.
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