Frankfurt am Main - Der Bauch wächst, und damit steigen Spannung und Freude auf den Nachwuchs. Doch kaum ein Paar ist darauf vorbereitet, wie stark sich der gemeinsame Alltag durch das erste Kind verändert - wie soll man es auch vorher wissen? Im Gegensatz zu der Erwartung, ein Kind vervollständige die Liebe, zeigt eine Untersuchung von US-Psychologen jetzt: Die Geburt des ersten Kindes beeinträchtigt die Qualität einer Partnerschaft.
Endlich ein Baby: Nachwuchs kann die Partnerschaft belasten
"Auch bei kinderlosen Paaren lässt die Qualität der Ehe mit der Zeit nach", sagt Stanley. "Aber ein Baby beschleunigt diese Verschlechterung, insbesondere in der Umstellungsphase kurz nach der Geburt des Kindes."
Der Psychologe warnt jedoch vor der Schlussfolgerung, Nachwuchs trübe grundsätzlich die Lebensfreude. "Auch wenn mancher Glanz des Eheglücks während dieser Lebensphase für eine Weile verschwindet, kann eine Familie eine neue Dimension der Freude und Zufriedenheit erschließen." Dieses Glück könne kraftvoll sein, sei aber nicht Gegenstand der Untersuchung gewesen, so Stanley.
Die negativen Veränderungen betrafen jedoch nicht alle Paare gleichermaßen. Mitunter stärkte der Nachwuchs auch die Qualität der Ehe. Dies galt vor allem für jene Partner, die vorher schon länger verheiratet waren oder die ein höheres Einkommen hatten.
hei/AP
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wissenschaft | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Mensch | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH