Es ist ein surreales Bild: gelbe, grüne, schwarze und strahlend weiße Rechtecke mitten in der Wüste, umgeben von nichts als Trockenheit und Leere. Astronauten an Bord der Internationalen Raumstation ISS haben dieses beeindruckende Bild am 5. Mai aufgenommen. Es zeigt Teiche in der Pampa del Tamarugal, einem großen, extrem trockenen Tal in der chilenischen Atacama-Wüste.
In der rechten Bildhälfte sind Anschwemmungen zu erkennen. Die Sedimente färben das Land dunkelbraun und bilden einen scharfen Kontrast mit den wesentlich helleren Gesteinen der Pampa del Tamarugal. In der Region werden Nitrate und andere Mineralien abgebaut - was in der Landschaft seine Spuren hinterlässt. Oben links im Bild etwa sind einige Gruben und Halden zu erkennen.
Eines der Bergbau-Produkte aus der Atacama-Wüste ist Jod, das durch Auslaugung gewonnen wird. Die dabei produzierten Flüssigkeiten werden in Verdunstungsbecken geschüttet, so dass Nitratsalze zurückbleiben. Sie werden später unter anderem als Dünger oder zur Herstellung von Medikamenten, Sprengstoffen, Glas und Keramik verwendet.
Dank ihrer extremen Trockenheit ist die Atacama-Wüste auch ein vorzüglicher Standort für die Astronomie. So betreibt die Europäische Südsternwarte auf dem Berg Paranal ihr "Very Large Telescope". Ebenfalls in der Atacama-Wüste entsteht das gewaltige Radioteleskop "Alma".
mbe
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