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23.06.2009
 

Riesiges Potential

Windenergie könnte ganze Welt versorgen

Von wegen Energieproblem: Mit einem globalen Netz von Windkraftwerken könnte man den weltweiten Energiebedarf decken, wie Forscher nun errechnet haben. Die meiste Windenergie könnte dabei Russland abzapfen.

Ungenutzte Energiequelle: Ein weltweites Netzwerk von Windkraftwerken könnte den gesamten aktuellen und künftigen Strombedarf der Menschheit befriedigen. Selbst bei einer durchschnittlichen Leistung von nur 20 Prozent ihrer Kapazität könnte ein solches Netzwerk aus 2,5-Megawatt-Windenergie-Anlagen allein in den USA das 16-fache des heutigen Bedarfs produzieren, berichtet eine Gruppe von Wissenschaftlern in den "Proceedings Of The National Academy Of Sciences".

Windkraftanlage in Nordfriesland: Potential übersteigt Gesamtenergiebedarf
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AP

Windkraftanlage in Nordfriesland: Potential übersteigt Gesamtenergiebedarf

Michael McElroy und seine Mitarbeiter von der Harvard University in Cambridge benutzten für ihre Berechnungen die Winddaten eines Modells, bei dem die Erde in Flächenelemente von jeweils rund 50 mal 66,7 Kilometern und Höhenschichten von jeweils hundert Metern unterteilt wurde. Sie schlossen alle Flächen aus, die sich nahe dicht besiedelter Gebiete oder in waldreichen oder größtenteils schneebedeckten Gegenden befinden. Vor den Küsten wurden bis zu 50 Seemeilen breite Streifen bis zu einer Wassertiefe von 200 Metern mit eingeschlossen.

Die Berechnung der Forscher ergab, dass das Potential der Windenergie weit über den Bedarf hinaus geht: Weltweit könnten mit Hilfe von Rotoren theoretisch bis zu 1,3 Millionen Terawattstunden (TWh) pro Jahr erzeugt werden. Im Jahr 2006 lag der weltweite Stromverbrauch nach Daten der Internationalen Energieagentur (IEA) bei 15.666 Terawattstunden - das sind gerade einmal 1,2 Prozent des errechneten Potentials. Die größten Möglichkeiten hätte der Studie zufolge Russland mit einem Windpotential von 140.000 Terawattstunden, gefolgt von Kanada (99.000 TWh) und den USA (89.000 TWh). Deutschlands Potential an Windenergie beziffern die Autoren auf 4.100 Terawattstunden.

Die Studie zeige, dass selbst bei der Konzentration auf eine einzige erneuerbare Energieform die Bedürfnisse der Menschheit befriedigt werden könnten, schreiben die Autoren. Auch wenn eine Realisierung in diesem Umfang utopisch sei, so zeige sie doch die Bedeutung des Windes. Etwa ein Prozent der von der Erde absorbierten Sonnenenergie wird in Wind umgewandelt.

lub/dpa

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23.06.2009 von tempus fugit: Spargel oder Kohl(e)?

Solange die EVU die Energieabnehmer ver'kohlen, ja! Soweit wie nötig - ausser Spargel gibt's ja noch anderes... mehr...

23.06.2009 von LumpY: *gähn*

hahah, alles wie immer. es kommen tägliche rechnungen und modelle zum vorschein, die eine energiewende ermöglichen oder schon längst ermöglicht hätten. nur die ewig gestrigen versuchen mit den selben (schlechten) argumenten wie [...] mehr...

23.06.2009 von Hardliner 1:

Spargel oder Kollaps - das ist nicht die Alternative. Vielmehr sollten wir keine Horroszenarien an die Wand malen. Es gab in meiner Region vier Eiszeiten, unterbrochen durch tropisches Klima. Und das alles ohne Autoabgase, ohne [...] mehr...

23.06.2009 von tempus fugit: Spargel oder Kohl(e)?

Solange die EVU die Energieabnehmer ver'kohlen, ja! mehr...

23.06.2009 von Glossolalia:

Schauen sie sich mal ein Braunkohlerevier an, bzw. schauen sie in ein großes Loch voller Mondlandschaft und denken an Dörfer, Wiesen, Wälder etc. die allenmal dort waren wo jetzt einegroße Leere gähnt. Dagegen ist die [...] mehr...

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