Hamburg - Mehr als zwei Drittel der Junkies haben nach Informationen des SPIEGEL Substitutionsmittel wie Methadon oder Subutex bereits illegal erworben. Dies ergab eine Untersuchung des Zentrums für Interdisziplinäre Suchtforschung der Universität Hamburg.
Bei einer Befragung von 806 Süchtigen in 13 Städten stellte sich heraus, dass der Handel mit den Ersatzstoffen "gängige Praxis" in der Szene sei.
Verkäufer sind demnach vor allem Süchtige, die die Stoffe verschrieben bekommen, diese aber nicht einnehmen. Mit dem Handel finanzieren viele Süchtige offenbar ihren illegalen Heroinkonsum.
Im vergangenen Jahr war die Zahl der Drogentoten in Deutschland wieder deutlich angestiegen.
Nach Angaben aus dem Drogenbericht der Bundesregierung, der im März veröffentlicht wurde, kamen 1449 Menschen im Jahr 2008 durch den Konsum illegaler Drogen ums Leben - 3,9 Prozent mehr als 2007.
Nach Angaben des Präsidenten des Bundeskriminalamtes, Jörg Ziercke, fielen im vergangenen Jahr 19.203 Menschen erstmals als Drogenkonsumenten bei den Behörden auf - das entspricht einem Anstieg von rund drei Prozent.
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