Ulm - Passivrauchen erhöht bei Kindern das Risiko für spätere Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wissenschaftler von der Universität Ulm und dem baden-württembergischen Landesgesundheitsamt in Stuttgart fanden bei Kindern, die Zigarettenrauch ausgesetzt sind, deutliche Hinweise auf biochemische Veränderungen im Blut. Bei Erwachsenen ist bereits seit langem bekannt, dass sich Entzündungs- und Stoffwechselparameter durch Rauch und Passivrauch verändern und dadurch Arteriosklerose begünstigen. Bei Kindern gab es bisher jdeoch kaum Erkenntnisse dazu.
Raucherin mit Kind: Qualmen Eltern mehr als zehn Zigaretten pro Tag, erhöht sich das Risiko ihrer Kinder, an Arteriosklerose zu erkranken
"Diese Anhäufung von negativen Veränderungen erhöht das Risiko der Kinder, vorzeitig an Arteriosklerose zu erkranken", erklärte Studienleiter Wolfgang Koenig, Chef der Arbeitsgruppe für Präventive Kardiologie an der Universität Ulm. Dabei entstehen an den Wänden von Blutgefäßen Ablagerungen, die unter bestimmten Bedingungen an der Oberfläche ein- oder abreißen und im schlimmsten Fall zu einem Herzinfarkt führen können.
Die Forscher wollen nun in einer Langzeitstudie das Fortschreiten dieser Entzündungsreaktion beobachten. "In der Kindheit werden viele Grundlagen für die spätere Gesundheit gelegt, deshalb müssen wir über so häufige Einflüsse wie das Passivrauchen mehr wissen", sagte Koenig.
hei/AFP/AP
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