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15.07.2009
 

Pandemie

Nationale Schweinegrippe-Impfungen laut WHO gefährdet

Die Schweinegrippe könnte im Herbst mit neuer Wucht zurückkehren - und zahlreiche Länder unvorbereitet treffen. Denn ein Impfstoff wird nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation nicht mehr rechtzeitig kommen.

London/Paris - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Hoffnungen nationaler Regierungen und Gesundheitsbehörden auf einen bald vorhandenen Impfstoff gegen die Schweinegrippe gedämpft. "Es gibt keinen Impfstoff", sagte WHO-Chefin Margaret Chan in einem Interview mit der britischen Zeitung "Guardian". Zwar sei es möglich, dass im August ein Impfstoff vorliege. Es werde aber noch zwei bis drei weitere Monate dauern, bis dessen Verlässlichkeit in klinischen Tests belegt sei.

Influenza-Impfung: WHO dämpft Hoffnungen auf Schutz vor dem H1N1-Virus
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Influenza-Impfung: WHO dämpft Hoffnungen auf Schutz vor dem H1N1-Virus

Derzeit sind weltweit etwa hunderttausend Menschen mit dem Schweinegrippe-Virus H1N1 infiziert, mehr als 400 Patienten starben an der neuartigen Influenza. Besonders in den Herbst- und Wintermonaten auf der Nordhalbkugel wird mit einem Anstieg der Infektionen gerechnet.

In Deutschland hatten sich Vertreter von Bund und Ländern am Dienstag darauf geeinigt, gemäß den WHO-Empfehlungen etwa ein Drittel der Bürger gegen die Schweinegrippe zu impfen. Mitarbeiter des Gesundheitswesens, chronisch Kranke und Schwangere sollen bevorzugt geimpft werden. Die USA planen im Herbst eine massive Impfkampagne, Italien will bis Ende des Jahres 8,6 Millionen Bürger impfen lassen. Auch andere Länder haben Massenimpfungen angekündigt. Australien, wo mehr als zehntausend Schweinegrippe-Infektionen gemeldet wurden, hat bereits 21 Millionen Impfstoff-Dosen vorbestellt.

Gefährlichkeit der Schweinegrippe weiter unklar

Unterdessen haben Wissenschaftler vor Fehlschlüssen aus Schweinegrippe-Daten gewarnt. In einem Beitrag im renommierten "British Medical Journal" schreiben die Forscher des Imperial College in London, die Datenlage sei noch zu unsicher, um die Gefährlichkeit des Virus H1N1 verlässlich zu beurteilen. Eine andere Forschergruppe hatte unterdessen in einem Beitrag in der Fachzeitschrift "Nature" darauf hingewiesen, dass das Schweinegrippe-Virus bei mehreren Tieren Lungenschäden hervorruft. Das Virus sei nach Ansicht der Forscher gefährlicher als normale Grippe.

Die Forscher des Imperial College kritisieren, dass es bei denen von der WHO veröffentlichten Zahlen noch viele Unklarheiten gebe. So betrage die Sterberate - das Verhältnis der bislang rund 95.000 von der WHO gezählten Infektionen zu den 429 registrierten Todesfällen - etwa 0,5 Prozent. Dieser Wert liege leicht über dem Wert einer normalen Grippe-Epidemie. Dennoch könne aus dieser Sterberate noch keine Aussagen über die tatsächliche Gefährlichkeit des Virus abgeleitet werden, erklärten die Forscher.

Häufig werden den Wissenschaftlern zufolge Infektionen nicht bemerkt oder einem Arzt gemeldet, etwa wenn die Krankheit sehr mild ausfällt. Das führt zu einer höheren Zahl tatsächlicher Infektionen im Verhältnis zu den Sterbefällen, die Sterberate würde also sinken. Andererseits könne wegen der Schweinegrippe die Zahl tödlicher Herzinfarkte oder Schlaganfälle zunehmen, die Todesfälle würden aber möglicherweise nicht dem Virus zugeordnet. Erklärungsbedürftig ist nach Ansicht der Forscher auch das Phänomen, dass die gemeldete Sterberate in Mexiko am höchsten sei - doppelt so hoch wie in Kanada, den USA oder Europa.

Als besorgniserregend bezeichneten die Forscher die langen Zeitspannen zwischen der Meldung einer Infektion und Informationen über den Ausgang der Krankheit. Diese Verzögerung könne bewirken, dass eine Mutation des Virus zu spät festgestellt werde. Sie mahnten die WHO und andere Gesundheitsbehörden zu einer rascheren und vollständigeren Datenerhebung.

mbe/AFP

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26.11.2009 von Schwarzfalke: Ach doch...

ich schau immer 'mal hier rein. Einerseits belustigt es mich (rkinfo) oder es wird mir zu viel (Elke Ospert). Generelles Schmunzeln oder Kopfnicken enstehen bei Ihnen und krasso. Also nix für Ungut, ich beobachte alles. ;-) mehr...

26.11.2009 von willhy:

Gute Geschäfte dank Schweinegrippe Eigentlich sah es für die Pharmakonzerne nicht gut aus: Steigende Konkurrenz durch Generika-Verschreibungen drückten auf Umsätze und Gewinne. Doch die Schweinegrippe sorgt für [...] mehr...

26.11.2009 von KPunkt:

...und zwar gleich neben den Verkehrstoten. Die sind nur eine Erfindung der Verkehrsschilderlobby im Verband mit den Ampelherstellern. mehr...

26.11.2009 von KPunkt:

Wissen Sie, was wirklich toll wäre? Wenn Sie wortwörlich, bzw. 1:1 irgendwelche Passagen übernehmen, diese als Zitat kennzeichnen und auch die Quelle anzugeben würde. Ansonsten ist es sehr missverständlich, man [...] mehr...

26.11.2009 von rkinfo:

a) Schon unsere Vorfahren hatte ähnliche Zahlen. Und Epidemien gabs schon immer zu verzeichnen. b) Die Grippesaison in Euro ist der kalendarische Winter und nicht der November oder Sommer (Mallorca 2009). Nur grippale [...] mehr...

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