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23.07.2009
 

Schweinegrippe in Deutschland

637 neue Infektionen an einem Tag

Rasante Zunahme der H1N1-Fälle in Deutschland: Von einem Tag auf den anderen wurden 637 neue Infektionen registriert - allerdings auch aufgrund einer veränderten Zählmethode. In den USA beginnen in Kürze klinische Tests von zwei potentiellen Impfstoffen gegen die Schweinegrippe.

Berlin/Washington/Kairo - Die Kurve geht steil nach oben: Am 15. Juli, vor gut einer Woche, zählte das Robert-Koch-Institut (RKI) deutschlandweit noch 834 Schweinegrippe-Fälle in Deutschland. Nun sind beim RKI bereits 2455 Patienten registriert. Binnen eines Tages sei die Zahl der neuen Infektionen um 637 gestiegen, teilte das Robert-Koch-Institut am Donnerstag in Berlin mit. Der Anstieg am Tag zuvor war mit 263 weniger als halb so groß gewesen.

Die meisten neuen Fälle, nämlich 528, wurden bei Urlaubsrückkehrern diagnostiziert. Die Zunahme dürfte zumindest teilweise auch auf die neue Zählmethode der Forscher zurückgehen: Erfasst werden jetzt auch jene Patienten mit typischen Symptomen, bei denen nach Angaben des RKI keine Labordiagnose durchgeführt wurde, die aber Kontakt zu bestätigten Erkrankten hatten. Die weitaus meisten Erkrankungen gibt es mit 943 in Nordrhein-Westfalen. In Niedersachsen sind es 516, in Baden-Württemberg 249 und in Bayern 224. Hamburg (16), Bremen (18) und Brandenburg (20) melden derzeit die wenigsten Fälle.

Bisher verlaufen die Erkrankungen meist leicht und werden mit antiviralen Mitteln wie Tamiflu behandelt. Um die Epidemie letztlich in den Griff zu bekommen, setzt die Regierung auf eine Massenimpfung von zunächst 22,5 Millionen Menschen. Vorher muss aber ein Impfstoff entwickelt werden, der frühestens Ende September zur Verfügung stehen soll.

Klinische Tests beginnen

In den USA sollen in Kürze klinische Tests von zwei potentiellen Impfstoffen gegen die Schweinegrippe anlaufen. Wie die nationale Gesundheitsbehörde NIH mitteilte, sollen acht Universitätskliniken beteiligt werden. Die Tests würden in "sehr naher Zukunft" beginnen, hieß es weiter. Dies deutet auf einen Termin Mitte August hin.

Zunächst soll studiert werden, ob eine Dosis oder zwei von je 15 Mikrogramm benötigt werden, um eine Immunreaktion bei gesunden Erwachsenen (18 bis 64) und älteren Menschen (65 und darüber) hervorzurufen. Die Mengen sollen in einem Abstand von 21 Tagen verabreicht werden. Getestet werden Impfstoffe der Hersteller Sanofi Pasteur und CSL Biotherapies. Gibt es frühe Anzeichen dafür, dass die Stoffe nicht gesundheitsschädlich sind, sollen der Behörde zufolge ähnliche Versuche auch bei Kindern zwischen sechs Monaten und 17 Jahren durchgeführt werden.

Die USA sind derzeit von der Schweinegrippe am härtesten getroffen: Bislang wurden mehr als 40.000 Fälle aus sämtlichen Bundesstaaten gemeldet. Mehr als 200 Menschen starben bereits an der Infektionskrankheit, weltweit sind es 700.

Nach Einschätzung des RKI muss in Deutschland mit weiteren Erkrankungen und auch mit schweren Verläufen gerechnet werden. Damit steige die Bedeutung persönlicher Hygiene, vor allem bei Kontakt zu Reiserückkehrern und bei Kontakten mit vielen anderen Menschen, zum Beispiel in der Schule. Besonders unter Kindern und Jugendlichen könne sich die Influenza rasch ausbreiten.

Arabische Länder schränken Wallfahrten ein

Wegen der Schweinegrippe haben die arabischen Gesundheitsminister Einschränkungen bei Wallfahrten von Muslimen in die heilige Stadt Mekka beschlossen. Menschen über 65, Kinder unter zwölf Jahren und chronisch Kranke dürfen demnach keine Pilgerreisen mehr nach Saudi-Arabien unternehmen, berichtete die ägyptische Zeitung "Al-Ahram" am Donnerstag. Die Gesundheitsminister der arabischen Länder waren am Vortag zu Beratungen in der ägyptischen Hauptstadt Kairo zusammengetroffen.

Die jährliche große Wallfahrt nach Mekka, die Hadsch, findet in diesem Jahr im November statt. Ein erhöhtes Pilgeraufkommen wird auch im Fastenmonat Ramadan erwartet, der im August beginnt. Außerhalb dieser Pilgersaison absolvieren zehntausende Muslime aus aller Welt die sogenannte kleine Wallfahrt, die Umrah. Ihr Zeitpunkt kann frei gewählt werden.

Das Schweinegrippe-Virus

Der Erreger

Es handelt sich um ein Influenza-A-Virus mit der Bezeichnung H1N1, das sich von Mensch zu Mensch übertragen kann - vor allem durch Händeschütteln, Niesen und Husten. Ein H1N1-Virus war auch der Auslöser der Spanischen Grippe, die zwischen 1918 und 1920 weltweit mindestens 25 Millionen Menschen getötet hat.

Die Symptome

Die Gefahr

Antivirale Mittel

Wandlungsfähigkeit von Grippeviren

hda/dpa/AP

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26.11.2009 von Schwarzfalke: Ach doch...

ich schau immer 'mal hier rein. Einerseits belustigt es mich (rkinfo) oder es wird mir zu viel (Elke Ospert). Generelles Schmunzeln oder Kopfnicken enstehen bei Ihnen und krasso. Also nix für Ungut, ich beobachte alles. ;-) mehr...

26.11.2009 von willhy:

Gute Geschäfte dank Schweinegrippe Eigentlich sah es für die Pharmakonzerne nicht gut aus: Steigende Konkurrenz durch Generika-Verschreibungen drückten auf Umsätze und Gewinne. Doch die Schweinegrippe sorgt für [...] mehr...

26.11.2009 von KPunkt:

...und zwar gleich neben den Verkehrstoten. Die sind nur eine Erfindung der Verkehrsschilderlobby im Verband mit den Ampelherstellern. mehr...

26.11.2009 von KPunkt:

Wissen Sie, was wirklich toll wäre? Wenn Sie wortwörlich, bzw. 1:1 irgendwelche Passagen übernehmen, diese als Zitat kennzeichnen und auch die Quelle anzugeben würde. Ansonsten ist es sehr missverständlich, man [...] mehr...

26.11.2009 von rkinfo:

a) Schon unsere Vorfahren hatte ähnliche Zahlen. Und Epidemien gabs schon immer zu verzeichnen. b) Die Grippesaison in Euro ist der kalendarische Winter und nicht der November oder Sommer (Mallorca 2009). Nur grippale [...] mehr...

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