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24.07.2009
 

AKW Emsland

Reaktor-Schnellabschaltung nach Zwischenfall

Im niedersächsischen Kernkraftwerk Emsland ist am Freitagmorgen der Reaktor abgeschaltet worden. Grund waren Probleme an der Überwachungseinrichtung eines Maschinentrafos. Eine Gefährdung von Menschen bestand nach RWE-Angaben nicht.

Hannover - Am Freitagmorgen gegen drei Uhr wurde das Kernkraftwerk Emsland vom Netz getrennt. Ursache der Schnellabschaltung sei eine nicht ordnungsgemäß funktionierende Überwachungseinrichtung eines Maschinentrafos gewesen, sagte eine Sprecherin des Umweltministeriums in Hannover.

Luftaufnahme des Atomkraftwerks Emsland in Lingen: Schnellabschaltung "nichts Dramatisches"Zur Großansicht
ddp

Luftaufnahme des Atomkraftwerks Emsland in Lingen: Schnellabschaltung "nichts Dramatisches"

Das Ereignis sei "nichts Dramatisches" gewesen. Es sei in der untersten Meldekategorie eingestuft worden. Beamte der Aufsichtsbehörde seien im Kraftwerk, um sich ein Bild zu machen, sagte die Sprecherin.

Der 1400-Megawatt-Block des Kernkraftwerks Emsland bei Lingen wurde 1988 in Betrieb genommen. Seitdem produziert er nach RWE-Angaben jährlich rund elf Milliarden Kilowattstunden Strom.

Der Reaktor werde voraussichtlich in den nächsten zwei Tagen wieder ans Netz gehen, sagte ein Sprecher des Betreibers RWE Power in Essen. Der Maschinentrafo sei nach bisherigen Erkenntnissen nicht beschädigt worden. Von der Störung sei kein sicherheitsrelevantes Teil im Sinne des Atomrechts betroffen, sondern ein Bauteil, wie es in jedem konventionellen Kraftwerk auch vorkomme.

Vor zwei Jahren war im AKW Krümmel ein Trafo in Brand geraten. Betreiber Vattenfall geriet damals wegen seiner zweifelhaften Informationspolitik in die Kritik. Damit war die Serie von Zwischenfällen in Krümmel aber nicht zu Ende. Das Kraftwerk machte auch nach der monatelangen Reparatur Probleme und steht inzwischen wieder still. Politiker aller Parteien kritisierten Vattenfall danach wiederholt, darunter auch Kanzlerin Angela Merkel.

hda/dpa/ddp

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