Kiew/Kabul/Berlin - Die Ukraine ist bei der Bekämpfung der Schweinegrippe offenbar überfordert: Der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko hat die Nachbarstaaten sowie die USA und die Europäische Union um Unterstützung gebeten. In einer Regierungserklärung vom Sonntag heißt es, die ukrainischen Behörden könnten nicht aus eigener Kraft der Gefahr entgegentreten, die das Virus für die nationale Sicherheit des Landes darstelle.
Das Gesundheitsministerium in Kiew teilte mit, inzwischen seien etwa 60 Menschen an der Schweinegrippe gestorben. Genaue Angaben über die Zahl der Menschen, die dem H1N1-Virus erlagen, wurden aber nicht gemacht. Bisher sind vier H1N1-Todesfälle offiziell bestätigt worden. Mehr als 190.000 Menschen seien an der Schweinegrippe erkrankt. Von den etwa 7500 Betroffenen, die im Krankenhaus behandelt werden müssen, befinden sich etwa 100 auf der Intensivstation. Möglicherweise sind die Fall Zahlen aber mit etwas Vorsicht zu behandeln. In der Ukraine wird im Januar gewählt, wer sich jetzt als Seuchenretter ins Bild setzt, kann dann möglicherweise punkten.
Um die Epidemie einzudämmen, hat die Regierung alle Schulen und Kindergärten schließen lassen und größere Veranstaltungen verboten. Nun appelliert Juschtschenko an die "Freunde und strategischen Partner" der Ukraine zu helfen. Dazu hätten die Behörden eine Liste mit Medizin und Ausrüstung erstellt, die zur Bekämpfung der Epidemie nötig sei.
Polen und die Slowakei hätten bereits auf den Aufruf reagiert, teilte das ukrainische Außenministerium mit. So habe die Slowakei 200.000 Atemschutzmasken zur Verfügung gestellt. Regierungsangaben zufolge bestellte die Ukraine in der Schweiz zudem 16 Tonnen des Grippemedikaments Tamiflu, der Vorrat solle für einen Monat reichen.
Auch Afghanistan wappnet sich inzwischen gegen die Epidemie: Die Regierung hat dort ebenfalls die Schließung der Schulen für drei Wochen angeordnet. Am Mittwoch war in Afghanistan der erste Todesfall durch eine Infektion mit dem H1N1-Virus bekannt geworden.
Weltweit breitet sich die Schweinegrippe immer schneller aus. Deutschland steht nach Einschätzung von Gesundheitsexperten vor einer zweiten Welle. Unter den sechs Menschen, die bisher in Deutschland an der Schweinegrippe gestorben sind, ist auch eine Frau, bei der keine Vorerkrankungen bekannt waren. Das zeige die Gefährlichkeit des Virus, sagte der Präsident des Robert-Koch- Instituts, Jörg Hacker am Montag im ZDF.
cib/AFP/dpa
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Kein Wunder, einer von denen wurde auch schon beim Thema Finanz"krise" sehr kleinlaut. mehr...
Das ist nicht die Alternative. Wie wir bisher gesehen und gelernt haben, werden durch die mit der Industrie verbandelten Gesundheitsbehörden seit Jahren Impfungen empfohlen und zugelassen, die höchstens für gewisse [...] mehr...
Uns? Wen meinen Sie mit "Uns"? mehr...
Falls Sie selbst nicht an eine Bedrohung glauben, soll uns das recht sein. Dann dürfte es Ihnen ja auch nichts ausmachen zu versprechen, die Kosten für die eigene Schweinegrippe privat zu übernehmen. Ihr Fauchen deutet [...] mehr...
Nein. Völlig falscher Ansatz. Sicherlich bekommt Ihr Kassenarzt sogar weniger als 40 Euro pro Patient im Quartal. Egal ob der Patient nun Schweinegrippe oder Keuchhusten oder Masern oder eben alles zusammen hat. Ein [...] mehr...
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