In der Zeit während und nach der Schwangerschaft fühlen sich viele Frauen besonders reizbar, erschöpft und traurig. Zwiespältige Gefühle dem Kind gegenüber treten ebenfalls häufig auf, sind aber meist nach einigen Tagen wieder verschwunden. Halten sie jedoch über einen längeren Zeitraum an, besteht die Gefahr einer postpartalen Depression, die professionell behandelt werden muss.
Nach Schätzungen erkranken bis zu 30 Prozent der Mütter an einer solchen Depression. Obwohl schon länger bekannt ist, dass auch Männer von ähnlichen Symptomen betroffen sein können, wurde der väterlichen postpartalen Depression bisher eher wenig Beachtung zuteil. Jetzt aber haben die US-Forscher James Paulson und Sharnail Bazemore von der Eastern Virginia Medical School die Ergebnisse einer umfassenden Studie veröffentlicht - und sie fallen durchaus überraschend aus.
Die Forscher haben die Daten aus 43 internationalen Studien mit insgesamt 28.004 männlichen Teilnehmern ausgewertet, die zwischen 1980 und 2009 durchgeführt wurden. Das Ergebnis: Durchschnittlich zehn Prozent der befragten Väter litten während der Schwangerschaft und des ersten Jahres nach der Geburt unter Depressionen - ein doppelt so hoher Anteil wie in der restlichen männlichen Bevölkerung.
Höchste Depressionsrate drei bis sechs Monate nach der Geburt
Die Forscher stellten zudem starke zeitliche Schwankungen fest: In den ersten drei Monaten nach der Geburt errechneten sie mit 7,7 Prozent die geringste Depressionsrate unter den Vätern. In den drei Monaten darauf kamen sie dann auf den höchsten Wert: Etwa jeder Vierte war im dritten bis sechsten Monaten nach der Geburt depressiv, schreiben die Wissenschaftler im "Journal of the American Medical Association".
Auch der Wohnort scheine eine Rolle zu spielen: Während in den USA im Schnitt 14 Prozent der Väter von postpartalen Depressionen betroffen gewesen seien, habe der internationale Wert bei nur rund acht Prozent gelegen.
Eine Depression der Eltern kann sich langfristig negativ auf die Entwicklung des Nachwuchses auswirken. Betroffene Kinder zeigen häufig weniger Sozialkompetenz als Kinder nichtdepressiver Eltern und sind oftmals verhaltensauffällig. Außerdem scheinen sie bis ins hohe Erwachsenalter einem erhöhten Risiko für Angststörungen, Depressionen und Substanzmissbrauch ausgesetzt zu sein.
Nach Ansicht der Wissenschaftler gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen einer mütterlichen depressiven Erkrankung und einer väterlichen. Im Rahmen der Vorbeugung und Behandlung sei es daher notwendig, die gesamte Familie in die Behandlung mit einzubeziehen, statt sich auf die Einzelperson zu konzentrieren. Zukünftige Forschungen sollten sich zudem mit den Wechselwirkungen einer Depression innerhalb der Familie und den Auswirkungen auf das Kind befassen.
mbe/ddp
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....... Insbesondere, wenn sie erfahren, daß sie gar nicht der Vater des Kindes sind... rabenkrähe mehr...
Fakt ist, dass ich, obwohl ich mich extrem auf mein Baby gefreut hatte, drei Tage nach der Geburt in der Ecke sass und heulte, und mir auf die Frage, warum, nichts besseres einfiel als: "Weil M. (mein Baby) nicht zu meiner [...] mehr...
Da es sich bei der Deppression um ein seelisches Problem handelt, sollte erst einmal geklärt werden, was Seele überhaupt ist. Wo kommt sie her und wo geht sie hin? Die interessantesten Hinweise dazu liefert Dr. Ian Stevenson, der [...] mehr...
Wer junger Vater ist, stimmt den Ergebnissen der Studie zu - in der Schwangerschaft fehlt meist der Sex, mit dem Schlafentzug nach der Geburt wird es noch heftiger, und die Glücksgefühle sind irgendwann scheinbar auch nicht mehr [...] mehr...
Ja, und den Wissenschaftlern entgeht es total woran das liegt?????? SCHLAFENTZUG! Ist doch wohl total bekannt wie negativ sich zu wenig Schlaf auf die Gesundheit auswirken kann!!! Wie immer, fehlt den Wissenschaftlern mehr [...] mehr...
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