Es gab Zeiten, da strömten Menschen scharenweise in die großen Arenen der Antike, um Menschen beim Kampf auf Leben und Tod zuzusehen. Doch wie frenetisch auch die Massen im Zirkus die Kämpfer angefeuert haben mochten - Gladiatoren gehörten ebenso wie Wagenlenker zu den Geächteten der bürgerlichen Gesellschaft, die für die Spannung des Publikums zu sorgen hatten und dafür oft mit ihrem Leben bezahlen mussten.
Der Stoff, aus dem viele Filme gemacht wurden, fasziniert von jeher. Jetzt liefern britische Archäologen neues Material, das die Phantasie der Filmemacher beflügeln könnte. Rund 80 Skelette haben Forscher der Archäologischen Stiftung von York im Norden Englands ausgegraben, die eindeutige Kämpfermerkmale aufweisen: Viele der Bestatteten wurden offenbar geköpft oder hatten andere schwere Verletzungen, wie sie bei Gladiatorenkämpfen der Römer üblich waren. Eines der Skelette wies an der Hüfte und der Schulter Bissspuren eines großen Raubtiers auf, wahrscheinlich eines Löwen, Tigers oder Bären. Die Skelette stammen ungefähr aus der Zeit zwischen dem ersten und vierten Jahrhundert nach Christus.
Es sei zwar nicht der erste je gefundene, aber der "wohl weltweit einzige gut erhaltene Friedhof römischer Gladiatoren", teilte die Archäologische Stiftung York mit. Gerichtsmedizinische Untersuchungen der University of Central Lancashire hätten ergeben, dass die meisten Skelette von überdurchschnittlich großen und robusten Männern stammen. Außerdem fänden sich an den Armknochen Spuren von intensiver Muskelbeanspruchung, was auf langjähriges ausgeprägtes Waffentraining schließen lasse.
Dass sie einzeln beerdigt wurden und nicht in einem Massengrab landeten, sei ein weiteres Indiz dafür, dass es sich um die sterblichen Überreste von Gladiatoren handelt, sagte der Leiter der Untersuchung, Kurt Hunter-Mann. Trotzdem müsse noch untersucht werden, ob es sich nicht etwa um Soldaten oder Kriminelle handle, sagte Hunter-Mann. In dem Gebiet in York, in dem jetzt die Skelette entdeckt wurden, laufen bereits seit 2004 Ausgrabungsarbeiten.
Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels hatte gestanden, die Skelette stammten aus einer Zeit vor Christus. Das ist falsch. Richtig ist, dass die Überreste aus dem ersten bis vierten Jahrhundert nach Christus sind. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.
cib/AFP/apn
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Das kann ich mir ganz gut vorstellen. Und Sie in der Rolle des psychopathischen Kaisers ala Nero, der bekanntermaßen seine Festivitäten mit lebenden Fackeln erhellen ließ. Einfach nur menschenverachtend ! mehr...
...die Menschen damals standen dem Tod viel näher als unsere auch noch weitgehend kriegsfreie Generation. TROTZDEM: ...außerdem gab es damals noch keine Filme und keine Computerspiele, die letztlich gleichen Bilder zeigen! [...] mehr...
Also bei mir steht hier um 09:35 wieder vor Chr. Was stimmt denn nun? mehr...
Es gab ja in Britannien so zur Zeit der Soldatenkaiser und danach so einige Usurpatoren und solche, die als Kaiser anerkannt wurden. Auch wurde ja noch lange Zeit gegen Pikten gekämpft (Wo war der Friedhof nochmal?) mehr...
Das würde dann aber wieder reguläre Jobs auf dem ersten Arbeitsmarkt vernichten. Man denke nur an die vielen Laienschauspieler, die sich dann kein Zubrot mehr verdienen könnten bei diversen Gerichtsshows, Psychotanten-TV oder [...] mehr...
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