Rational betrachtet muss sich niemand vor Handys und Mobilfunk-Sendemasten fürchten. Das war das Ergebnis der erst kürzlich erschienenen Interphone-Studie, bei der Hunderttausende von Menschen über zehn Jahre lang befragt und untersucht worden waren. Jetzt gibt es auch für Schwangere und Kleinkinder Entwarnung: Einer britischen Studie zufolge besteht für werdende Mütter, die in der Nähe von Mobilfunkmasten wohnen, kein erhöhtes Risiko, dass die Kinder später an Krebs erkranken.
Die Studie, die jetzt im Fachmagazin "British Medical Journal" erschienen ist, befasste sich mit insgesamt 1397 Kindern in Großbritannien, die zwischen 1999 und 2001 im Alter von bis zu fünf Jahren an Leukämie sowie Tumoren des Gehirns und des zentralen Nervensystems erkrankten. Diesen Kindern stand eine Gruppe von viermal so vielen gesunden Kontrollpersonen gleichen Geschlechts gegenüber. Beide Gruppen wohnten zum Zeitpunkt der Geburt ähnlich weit von einem Handy-Masten entfernt. Ebenso berücksichtigten die Forscher die Stärke der Sendemasten, die jeweils vergleichbar war.
Diese sogenannte Fall-Kontroll-Studie ist die bisher größte Studie dieser Art und bestärkt die epidemiologischen Daten, die man in den vergangenen Jahren über Handy-Strahlung und Mobilfunkmasten gesammelt hat. Die meisten Forscher sind der Meinung, dass es keinen statistisch belastbaren Zusammenhang zwischen der Entstehung von Hirntumoren und der Nutzung von Handys gibt.
"Die Leute haben Angst, dass die Gesundheit ihrer Kinder in Mitleidenschaft gezogen werden könnte, wenn sie in der Nähe von Mobilfunkmasten leben", sagte Paul Elliott vom Imperial College London, der die aktuelle Studie leitete. "Wir haben jedoch keine Muster gefunden, wonach die Kinder von Müttern, die während der Schwangerschaft in der Nähe von Mobilfunkstationen leben, ein höheres Krebsrisiko hätten als andere."
Fehlerhafte oder selektive Daten
Nicht nur in Großbritannien, auch in vielen anderen Ländern, darunter auch Deutschland, führen Berichte über angeblich vermehrte Krebsfälle rund um Mobilfunkmasten zu Besorgnis in der Bevölkerung. In ihrem Fachartikel schreiben die Wissenschaftler, die Häufung solcher Berichte könnte auf fehlerhafte oder selektive Daten zurückgehen.
Mobilfunkgegner bemängeln die Forschungsergebnisse weiterhin: Wie auch die Interphone-Studie wurde die aktuelle Kinderstudie zum Teil mit Geldern der Mobilfunkindustrie finanziert. Die Autoren schreiben jedoch, dass das Studiendesign von einem unabhängigen Gremium im Vorfeld begutachtet und akzeptiert worden sei.
Die Forscher verweisen allerdings selbst auf ein anderes Manko der Studie: Sie hätten keine Informationen über eine individuelle Strahlenbelastung etwa durch Handys der werdenden Mütter in ihre Untersuchung einbeziehen können. Zudem hoben sie hervor, dass nur Fälle von Krebserkrankungen bei Kindern im Alter von bis zu fünf Jahren ausgewertet worden seien. Ein späteres Auftreten von Krebs blieb unberücksichtigt.
Das Bundesamt für Strahlenschutz rät Verbrauchern dennoch, sich vorbeugend so wenig elektromagnetischer Strahlung wie möglich auszusetzen, also so wenig wie möglich mobil zu telefonieren. Mehrjährige Untersuchungen des Bundesamts hatten zwar ebenfalls kein erhöhtes Krebsrisiko durch Handys ergeben. Allerdings konnten langfristige Risiken nicht ausgeschlossen werden, denn für Langzeitstudien gebe es Mobiltelefone noch nicht lange genug.
Unterdessen hat eine große Langzeitstudie bereits begonnen: Sie startete im April in Großbritannien mit 250.000 Teilnehmern. Die Ergebnisse werden allerdings erst in 20 bis 30 Jahren erwartet.
cib/AFP
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ausschließlich zeitabhängig, unabhängig von der Feldstärke? Tja, Physiklehrer können auch irren. mehr...
warten sie nur ab, bis sich die WHO damit intensiver befaßt. dann wird in genf eine stabstelle "handystrahlenkontrolle" gegründet, und ein paar jahre später unterzeichen die staaten der welt den "FCMC" [...] mehr...
Es wurde auch nach 1298372947 Studien zu dem Thema kein Beweis oder gar ein Hinweis erbracht das Handystrahlung in irgend einer Weise schädlich ist. Jeder muss irgendwann einsehen das es keinen Weihnachtsmann gibt. mehr...
Sicher haben Sie auch eine Quelle für Ihre Behauptung?! Und sicher sind alle anderen Studien die keinen Zusammenhang mit Hirntumoren zeigen könnten genauso korrupt wie die chemischen Bindungen innerhalb unserer Zellen, die sich [...] mehr...
... hier hat sich wohl ein Beschäftigter der Betreiber eingelogt und erzählt Märchen von der heilen Welt. Fakt ist, dass es Gerichtsfälle gibt, in denen die Betreiber anerkennen mussten, dass der Sender im Probebetrieb war. [...] mehr...
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