London - Gerade einmal 30 Zentimeter tief musste der britische Hobby-Archäologe Dave Crisp graben, um einen ersten Blick auf das Fundstück zu erhaschen. Auf einem Feld nahe Frome in der südenglischen Grafschaft Somerset hatte der Metalldetektor des Mannes angeschlagen. In einem großen, rund 160 Kilogramm schweren Tongefäß entdeckte Crisp daraufhin dicht gestapelte römischer Münzen aus dem 3. Jahrhundert - insgesamt 52.000 Stück.
Es handelt sich um einen der größten derartigen Funde in der Geschichte Großbritanniens. Die Münzen würden ungefähr dem vierfachen Jahresgehalt eines römischen Legionärs entsprechen, erklärten Experten. Archäologen lobten den Finder, weil er das Münzgefäß zunächst nicht vollständig freigelegt hatte. So hätten die Experten diese Aufgabe übernehmen können.
Einige der Fundstücke sind derzeit im Britischen Museum in London ausgestellt, das den Fund vom April am Donnerstag offiziell bekanntgab. Die Experten gehen davon aus, dass es sich bei dem Münzhort möglicherweise um eine religiöse Opfergabe einer Gruppe von Menschen handelte - und nicht um ein Versteck für bessere Zeiten.
Wenn ein britischer Richter Funde dieser Art offiziell als Schatz deklariert, dann dürfen die Finder ihre Beute zwar nicht behalten, werden aber entschädigt. Museen bekommen die Stücke zum Kauf angeboten. Das Geld geht dann an den Finder und den Eigentümer des Landes, auf dem der Schatz gefunden wurde. Im Fall der Münzen von Somerset steht die Entscheidung aber noch aus.
chs/apn
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