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Artenschutz Tiger weiterhin vom Aussterben bedroht

Laut einer neuen Studie des World Wide Fund for Nature (WWF) gibt es zwischen Sibirien und Südasien noch 5000 bis 6000 der gestreiften Raubkatzen.

Frankfurt am Main - Der Bestand habe sich zwar stabilisiert, "doch die größte Raubkatze der Erde ist damit noch lange nicht über den Berg", resümierte WWF-Artenschutzexperte Roland Melisch.

Sibirischer Tiger
DPA

Sibirischer Tiger

Gemahlene Tigerknochen sind in der traditionellen asiatischen Medizin als Mittel gegen verschiedene Leiden hoch begehrt. Auf den asiatischen Schwarzmärkten koste ein Kilogramm Knochen bis zu 2000 Mark, berichtete Melisch. Trotz internationaler Verbote werde in Ländern wie Kambodscha, Indonesien, Laos und Vietnam mit Teilen geschmuggelter Tiger gehandelt.

Erfolge zeigten sich in China und Südkorea, die die Produktion von Tigermedikamenten offiziell eingestellt hätten. Auch die Nachfrage nach Tigerknochen sei auf Grund der Aufklärungskampagnen internationaler Artenschutzorganisationen gesunken. Dennoch gebe der WWF keine Entwarnung. In den vergangenen 100 Jahren sei die Zahl der Tiger um 95 Prozent gesunken.

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